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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Papst Benedikt (VIII.) dankt dem Herzog Richard (II.) von der Normandie (Richardo gratia Dei illustrissimo comiti, quam apostolica auctoritas ducem Normannorum ex hoc iam appellari constituit) für die dem Papsttum erwiesene Ehrerbietung, entschuldigt die nur teilweise Erfüllung der herzoglichen Bitten, kündigt genauere mündliche Aufklärung darüber durch den vom Herzog nach Rom entsandten Boten (Abt Wilhelm von Fécamp) an, versichert die Bereitschaft zur Erfüllung weiterer Wünsche, nimmt den Herzog, sein Haus, seinen Besitz und besonders die von seinem Vater (Herzog Richard I. von der Normandie) gestiftete Kirche Sainte-Trinité (in Fécamp) (ęcclesiam, quę a patre tuo fundata est in honore deifice trinitatis) (D. Rouen) in den päpstlichen Schutz (sub patrocinio beati Petri apostolorum principis et nostra nostrorumque successorum benedictione et satisfactione constituimus), damit Besitz- und Sukzessionsrechte nicht verletzt werden, und verbietet die Verhängung der Exkommunikation über den Herzog und dessen Leute ohne vorherige Klage beim römischen Stuhl, widrigenfalls die Exkommunikation nichtig sei. ‒ Gratias maximas beneficiis tuis ... Dat. suprascr. privilegii VIII. kal. Jan., ind. XV.feliciter.

Überlieferung/Literatur

Org.: Kop.: 18.Jh., Paris Bibl. nat.: Coll. Moreau 19 fol. 111. Drucke: Analecta iuris pontificii X 321; Pflugk-Harttung, Acta I 10; Zimmermann, PUU. 1159 n. † 505. Reg.: JL. † 4015. Lit.: Pfister, Robert le Pieux 310; Sackur, Cluniacenser II 46 f.; Steenstrup, Normandiets Historie 173 u. 217; Kölmel, Kirchenstaat 76; Lemarignier, Étude sur les Privilèges d'exemption 37 ff.; Hallinger, Gorze-Kluny 502; Wolter, Ordericus Vitalis 25; Herval, Guillaume 36; Bulst, Wilhelm 153 f.

Kommentar

Zur Überlieferung vgl. Ramackers, PUU. in Frankreich II 17. Zur Veranlassung des Schreibens vgl. n. 1177. Die Echtheit des Briefes, der leider nur in später und wohl auch teilweise, wie etwa in der Datierung, fehlerhafter Abschrift überliefert ist, wird von Lemarignier verteidigt, von Bulst aber verdächtigt. Welche Wünsche des Herzogs der Papst noch nicht erfüllt hat, bleibt ungewiß. Bulst vermutet Zusammenhänge mit der Flucht normannischer Barone nach Italien (n. 1196).

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. †1178, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1016-12-25_1_0_2_5_0_1234_F1178
(Abgerufen am 25.05.2017).