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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Papst Benedikt (VIII.) bestätigt durch eigenhändige Unterschrift und Verfluchung eine ihm vom Vizegrafen Rudolf (von Le Mans) vorgelegte Urkunde zugunsten des Marienklosters in Évron (D. Le Mans).

Überlieferung/Literatur

Druck: Angot, Le restaurateur 467. Reg.: Zimmermann, PUU. 934 n. † 493. Lit.: Angot, Le restaurateur 453 ff.; Chanteux, Les origines 152 ff.

Kommentar

Die angeblich in Rom vorgelegte Urkunde ist mit n. 679 aus dem Jahre 989 identisch. Der den Bericht über die Romreise enthaltende Urkundenanhang findet sich vollständig aber nur in einer Kopie aus dem 17. Jh. anstelle der Bestätigung durch Papst Johannes XV. Er besagt, daß Vizegraf Robert der Jüngere von Blois nach dem Tode seines Vaters die Urkunde habe niederschreiben lassen, sie nach Rom brachte, wo sie der Papst ore proprio las und bestätigte (vir apostolicus nomine Benedictus propria manu firmavit). Die hinzugefügte päpstliche interdictio lautet: Quod si aliquando instinctu diabolico fieri ab aliquo huius loci vel cuiusque terre, que ad eum pertineat, indigna pervasio, ab omnipotente, qui trinus personis semper consistit indivisibili majestate simplicis substancie, descendat super eum damnatio maledictionis eterne, si non quod presumit injuste per emendationis humilitatem abbati et fratrum assensui voluerit satisfacere. Zur Kritik vgl. n. 679. Angot 454 vermutet, daß auch der Name des Vizegrafen auf Verwechslung beruht und Rudolf der Jüngere von Le Mans gemeint ist. Robert der Ältere von Blois lebte noch 1015, sein ihm in der Vizegrafschaft nachfolgender Sohn hieß aber Heriveus.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. F1153, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1015-00-00_1_0_2_5_0_1208_F1153
(Abgerufen am 27.06.2017).