Regestendatenbank - 176.134 Regesten im Volltext

RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

Sie sehen den Datensatz 1198 von insgesamt 1338.

Papst Benedikt VIII. erteilt dem Abt Atenulf (II.) von Montecassino (Atenulfo venerabili et religioso abbati sacratissimi monasterii beati Benedicti confessoris Christi siti in monte, qui vocatur Casinum) wunschgemäß ein (n. 678 fast gleichlautendes) Privileg für sein Kloster. ‒ Convenit apostolico moderamini ... Scr. pm. Stephani not. reg. et scrin. ‒ Dat. III. id. Mar. pm. Dom. gratia Bosonis ep. et bibl. SAS. a. Deo propitio pont. dom. Benedicti ss. VIII. pp. sedente a. II., ind. XII., men. Mar., die XII.

Überlieferung/Literatur

Org.: Kop.: 12. Jh., Montecassino Arch. abb.: Registrum Petri diac. fol. 10. Erw.: Leo v. Ostia, Chr. II 31 (MGSS. XXXIV 223). Drucke: Tosti, Storia 1246 (fragm.); Migne, PL. 139, 1592 (fragm.); Zimmermann, PUU. 927 n. 489. Reg.: J. 3058; JL. 4003; IP. VIII 132 n. 56; Santifaller, LD. 325; Santifaller, Elenco 331. Lit.: Caspar, Petrus Diaconus 160 f.; Fabiani, La terra di San Benedetto 68.

Kommentar

Zur weiteren Überlieferung vgl. IP. VIII 132 n. 56. Das Privileg folgt in der überlieferten Gestalt fast wörtlich der Urkunde Johannes' XV. (n. 678) in der Form, die ihr Petrus diac. gegeben hat. Sämtliche dort genannten Klöster und Zellen Montecassinos finden sich auch hier, jedoch in besser geordneter Art. Die dem Kloster gewährten Rechte werden ebenfalls wörtlich wiederholt. Die in IP. VIII 132 n. 56 festgestellte Abhängigkeit von n. 700 trifft nicht zu. Wie in n. 678 sind Interpolationen und Verfälschungen des ursprünglichen Urkundentextes durch Petrus diac. anzunehmen. In der echten Benedikturkunde dürften vor allem einige dem Kloster angeblich bestätigten Zellen nicht aufgeschienen sein, da sie damals noch gar nicht Besitz von Montecassino waren. Daß Benedikt VIII. dem Kloster Montecassino das Kloster St. Maria in Cingla-Capua bestätigt habe, berichtet auch ein Zusatz des Petrus diac. zur Chr. v. Montecassino (MGSS. XXXIV 148) wohl im Hinblick auf die verfälschte Benedikturkunde (vgl. ähnlich n. 678). In der Datierung divergiert die Berechnung des Tagesdatums.

Nachtrag einreichen
Einreichen
Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. 1143, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1014-03-12_1_0_2_5_0_1198_1143
(Abgerufen am 20.07.2017).