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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Papst Benedikt (VIII.) überträgt dem Datto von Bari auf Intervention Kaiser Heinrichs einen Turm am Garigliano (Gariliano).

Überlieferung/Literatur

Erw.: Amatus v. Montecassino, Hist. I 26 (Bartholomaeis, FSI. 76/1935, 35); Leo v. Ostia, Chr. II 37 (MGSS. XXXIV 238). Reg.: IP. VIII 205 n. * 18. Lit.: Hirsch, Jahrbücher III 150; Wappler, Papst Benedikt 50; Fedele, La battaglia 200; Gay, L'Italie 404; Chalandon, Hist. de la domination normande I 47; Kölmel, Kirchenstaat 56 u. 74; Joranson, Inception 354; G. Arnaldi, La torre di Datto sul Garigliano (Arch. stor. per le province napoletane, N. S. 32/1950‒51, 77‒86); Deér, Papsttum und Normannen 88; Falkenhausen, Byz. Herrschaft 179.

Kommentar

Datto hatte nach einem gemeinsam mit seinem Schwager Melo durchgeführten Aufstand gegen die Byzantiner in Apulien (1009‒1011) in Montecassino Zuflucht gefunden. 1021 geriet er in byzantinische Gefangenschaft und wurde hingerichtet. Die Verleihung des Turmes muß in die Zeit der Kaiserkrönung Heinrichs (n. 1125) datiert werden, da Leo v. Ostia behauptet, sie erfolgte ob Heinrici imperatoris fidelitatem. Datto hatte wohl in Rom Verbindung mit Heinrich gesucht, der damals auch sonst für süditalische Angelegenheiten beim Papst intervenierte (vgl. n. 1135). Datto sollte von seiner Burg aus den Kirchenstaat von Süden abschirmen. Über die Lage des Turmes vgl. die zitierten Arbeiten von Fedele und Arnaldi.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. 1136, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1014-03-00_2_0_2_5_0_1191_1136
(Abgerufen am 30.03.2017).