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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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In Anwesenheit des Papstes Benedikt (VIII.) und mit dessen Konsens investiert Kaiser Heinrich den Abt Hugo (I.) von Farfa (D. Sabina) mit den Burgen Bocchignano (Buckinianum) und Tribucum samt deren Pertinenzen (in der Sabina) und überträgt dem Papst die Besitzeinweisung.

Überlieferung/Literatur

Erw.: n. 1149; Hugo v. Farfa, Exceptio relationum, und Querimonium (Balzani, FSI. 33/1903, 68 u. 76); Gregor v. Catino, Chr. (Balzani, FSI. 34/1903, 85). Reg.: IP. II 63 n. *20; Böhmer-Graff n. 1802 a. Lit.: Hirsch, Jahrbücher II 429; Wappler, Papst Benedikt 31; Schuster, Ugo di Farfa 140; Bossi, Crescenzi di Sabina 122; Schuster, Farfa 154; Vehse, Sabina 146; Kölmel, Kirchenstaat 63 f.; Wolter, Synoden 264.

Kommentar

Während in n. 1149 nur von Bocchignano die Rede ist, erwähnt die Exceptio beide Kastelle. Über die Vorgeschichte vgl. n. 1131. Nach der römischen Revolte hatte Heinrich nochmals mit Graf Johannes Verhandlungen aufgenommen, und dieser versprach, binnen drei Tagen mit seinem Bruder Crescentius zur Streitschlichtung nach Rom zu kommen. Da Johannes jedoch sein Versprechen nicht hielt, nahm der Kaiser die Investitur des Abtes per virgam vor. Aus dieser Darstellung läßt sich als frühester Zeitpunkt für die Investitur der 25. Feb. 1014 errechnen, der dritte Tag nach der am 22. Feb. erfolgten Niederwerfung der römischen Revolte. Als Grund für das Nichtzurückkehren des Johannes nach Rom nennt Hugo dessen Furcht, auch wegen der Nichterfüllung seines Versprechens, dem Papste Palestrina zurückzugeben (vgl. n. 1077), belangt zu werden. Über den weiteren Verlauf der Ereignisse vgl. n. 1146, n. 1147, n. 1149, n. 1150 u. n. 1151. Über den kaiserlichen Auftrag an den Papst heißt es in n. 1151: deinde rogavit (sc. imperator) supradictum domnum Benedictum presulem, ut ob amorem Dei eiusque precelsę genitricis suęque animę redemptionem, prout ipse investierat, illam adimplere et facere non pretermitteret legem. Ähnlich berichtet Hugo in der Exceptio: ... et commendavit me in manu pape in sua fide, ut si animam suam diligeret, mihi restitueret.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. 1132, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1014-02-00_1_0_2_5_0_1187_1132
(Abgerufen am 26.03.2017).