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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Papst Benedikt (VIII.) erteilt dem Rompilger Wardrad (von Jarnac) den Auftrag, zu Ehren des Protomärtyrers Stephan und des Apostels Petrus ein Kloster zu gründen.

Überlieferung/Literatur

Erw.: Urk. Wardrads für Bassac (Denyse, St-Étienne de Bassac 83). Reg.:Lit.: Denyse, St-Étienne de Bassac 4 ff.; Mallat, Notice historique sur Grimoard 20 ff.; Tricoire, Les évêques d'Angoulême 87 f.; Delamain, Jarnac 22 ff.; Aronstam, Penitential Pilgrimages 68.

Kommentar

Der päpstliche Auftrag wurde durch die Gründung des Klosters Bassac (D. Saintes) erfüllt, und Wardrad erhielt bei einer zweiten Romreise für seine Stiftung die päpstliche Bestätigung; vgl. n. 1199. Die zeitliche Ansetzung der Pilgerfahrt Wardrads, von der nur in dessen zitierter Gründungsurkunde berichtet wird, ergibt sich einerseits aus der Datierung von n. 1199 ins Jahr 1017, anderseits aus der Erwähnung des Zusammentreffens mit einem Papst namens Benedikt, womit nur Benedikt VIII. gemeint sein kann. Laut der Gründungsurkunde fiel die erste Romfahrt Wardrads in diebus sanctae quadragesimae, was während des Pontifikates Benedikts VIII. frühestens 1013 gewesen sein kann. Denyse und Mallat scheinen allerdings die Nennung des Papstes für irrig zu halten und behaupten einen Aufenthalt Wardrads in Rom erstmalig für 1002; vgl. dazu n. 964. Benedikt VII. kommt als Auftraggeber an Wardrad wegen des langen zeitlichen Intervalls zwischen Mandat und Bestätigung kaum in Frage, obzwar Wardrad bei seiner ersten Romfahrt adhuc iuvenis gewesen sein soll. Auch scheint die Gründungsurkunde vorauszusetzen, daß ein und derselbe Papst sowohl den Auftrag zur als die Bestätigung der Stiftung erteilt hat.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. 1112, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1013-00-00_1_0_2_5_0_1167_1112
(Abgerufen am 24.10.2017).