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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Im Auftrag des Papstes Sergius IV. (de licentia et de mandato Sergii papae nostri IV.) bestätigt Bischof Bernhard von Tolosa als päpstlicher Legat in Aragón (Bernardus ... episcopus Tholostensis legatus in regno Aragonum) dem Bischof Odo von Urgel und der Kirche von Ivorra (virginis Mariae de Ivorris) (D. Urgel) den Besitz genannter Reliquien, darunter das durch ein neulich geschehenes Transsubstantiationswunder trotz der Zweifel des konsekrierenden Rektors Bernard aus Meßwein verwandelte Blut Christi, und verleiht der Kirche von Ivorra und der dortigen Marienbruderschaft einen tausendjährigen Ablaß und weitere Absolutionsprivilegien. Dat. in villa Perpiniani XII. kal. Feb. a. ab circumcisione Dom. MXII., pont. ss. dom. nostri Sergii pp. a. XII.

Überlieferung/Literatur

Org.: Kop.: Anf. 19. Jh., Madrid Bibl. Acad. Hist.: Ms. 4562 (Villanueva, Coll. doc. I) fol. 127. Drucke:Reg.: Zimmermann, PUU. 880 n. † 460. Lit.: Villanueva, Viage IX 32 ff.; Kehr, PUU. in Spanien I 246 f.

Kommentar

Die Legatenurkunde ist ebenso wie die auf dieselben Ereignisse anspielende Papsturkunde n. 1057 eine spätmittelalterliche Fälschung; vgl. darüber n. 1057. Der angebliche Aussteller des Privilegs ist wohl mit dem Erzbischof Bernard von Toledo zu identifizieren, der aber Legat Papst Urbans II. in Spanien war. Auch der zur Zeit Sergius' IV. lebende Bischof von Urgel hieß nicht Odo, sondern Ermengaud, was Villanueva am Rande seiner Abschrift vermerkt. In der Datierung ist das Pontifikatsjahr falsch berechnet.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. †1066, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1012-01-21_1_0_2_5_0_1120_F1066
(Abgerufen am 25.05.2017).