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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Papst Benedikt (VIII.) verpachtet genannte päpstliche Patrimonien in den Grafschaften Lucca, Cornia, Grosseto und Pisa (in comitatu Lucano et ... Cornino et ... Rosellano et ... Pisano).

Überlieferung/Literatur

Erw.: Deusdedit, Coll. canonum III 192 (Wolf v. Glanvell 355) und Cencius, Lib. censuum 71/10 (Fabre-Duchesne I 347). Reg.: IP. III 262 n. *2, 276 n. *1, 367, 485 n. *1. Lit.: Kölmel, Kirchenstaat 66.

Kommentar

Außer bei Deusdedit und Cencius wird die Verpachtung auch in den Digesten des Albinus X 30 erwähnt. Es handelt sich offenbar nicht um einen einzigen, sondern um mehrere, zeitlich auseinanderliegende Aktionen, die zuletzt Kölmel dem Papste Benedikt VIII. zuschreiben möchte. Die Textfassung der genannten Quellen läßt darauf schließen, daß der Papst auch ein Verzeichnis der verpachteten tuszischen Patrimonien anlegen ließ (in alio tomo, cui prescriptus est papa Benedictus, leguntur posita esse ... haec patrimonia beati Petri), was nach Ansicht Kölmels der Politik Benedikts VIII. entsprechen würde. Man weiß allerdings auch von Verpachtungen in Tuszien durch Benedikt VI. (vgl. n. 508) und von der Verschleuderung von Kirchengütern durch Benedikt IX. Kehr in IP. III meinte daher die Lokationen in die Zeit zwischen 974 und 1046 datieren zu können. Verpachtungsurkunden sind nicht mehr vorhanden. Deusdedit und seinen Nachfolgern scheint nur mehr das Verzeichnis der Patrimonien zur Verfügung gestanden zu sein. Über die Pächter ist daher nichts bekannt. Auch die verpachteten Güter sind, wie sich aus dem Register zur Edition des Liber censuum ergibt, nicht mehr alle eindeutig zu identifizieren.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. 1080, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1012-00-00_3_0_2_5_0_1134_1080
(Abgerufen am 27.03.2017).