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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Papst (Benedikt VIII.) überläßt dem Grafen Hugo (I. Gherardesca) und dessen Brüdern Gerard, Wido, Theoderich (II.), Rodulf und Heinrich, den Söhnen des Grafen Theoderich (I. von Volterra) die der römischen Kirche gehörige Kirche San Giustiniano in Falesia in der Grafschaft Populonia (sancti Justiniani infra comitatum et territorio Populoniense, ubi dicitur Falesia, quae est iuxta mare) (D. Massa Marittima) zur Gründung eines Klosters.

Überlieferung/Literatur

Erw.: Gründungsurk. v. S. Giustiniano v. 1022 XI. 1 (Muratori, Antiquitates III 1075). Reg.: IP. III 273 n. *1. Lit.: Goez, Reformpapsttum und Adel 217.

Kommentar

In der zitierten Gründungsurkunde wird ein päpstliches praeceptum erwähnt, wodurch die genannte Kirche in den Besitz der Brüder kam. Die Papsturkunde ist verloren und ihr Urheber unbekannt. Man wird aber am ehesten an den zur Zeit der Klostergründung lebenden Papst Benedikt VIII. denken dürfen, dessen Namen zu erwähnen dem Schreiber der Gründungsurkunde schon deshalb unnötig erschienen sein mochte, weil er ohnedies jedem bekannt war. Da die Schenkung schon im Hinblick auf die geplante Klostergründung erfolgte, wird man sie knapp vor das Jahr 1022 datieren können. Graf Hugo I. folgte seinem etwa 1009 verstorbenen Vater Theoderich oder Teudicius I. Vgl. zur Genealogie der Conti della Gherardesca E. Repetti, Appendice al Dizionario geografico, fisico, storico della Toscana (Florenz 1846) 46 ff.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. 1087, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1012-00-00_2_0_2_5_0_1141_1087
(Abgerufen am 18.01.2017).