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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Papst Benedikt (VIII.) teilt dem Bischof Gebhard (I.) von Regensburg (Gebhardo episcopo Ratisponensi) mit, daß er dessen vom Emmeramkloster (in Regensburg) zum Zwecke der Gründung eines Benedikt (von Nursia) geweihten Klosters erworbene Gut Prüll (praedium tuum Prüel) in den päpstlichen Schutz genommen (beati Petri patrocinio communimus) und die Besitzungen des neuen Klosters bestätigt habe. ‒ Devotionem tuam spectamus ...

Überlieferung/Literatur

Org.: Kop.: 17. Jh., München StBibl.: Cod. lat. 1328 fol. 7v. Drucke: Brackmann, Studien und Vorarbeiten I 227; Zimmermann, PUU. 889 n. † 466. Reg.: GP. I 300 n. † 1.

Kommentar

Der zitierte Münchner Codex ist eine Geschichte der Grafen von Andechs, zu welcher Familie angeblich auch Bischof Gebhard gehört haben soll. Wie Brackmann 226 f. beweist, ist die Papsturkunde eine Fälschung zu Ehren dieses Bischofs und seiner Familie, für deren Herstellung eine Urkunde Calixts II. von 1121 für das Stift Beuerberg (GP. I 381 n. 1) diente. Richtig an ihr scheint nur zu sein, daß tatsächlich Gebhard um 997 Prüll als Eigenkloster begründet hat. Da Gebhard am 27. März 1023 starb, müßte Benedikt VIII. in der Zeit zwischen 1012 und 1023 die Gründung bestätigt haben.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. †1086, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1012-00-00_1_0_2_5_0_1140_F1086
(Abgerufen am 25.09.2018).