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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Papst Gregor (VI.) wird von Papst Benedikt (VIII.) vertrieben.

Überlieferung/Literatur

Erw.: Thietmar v. Merseburg, Chr. VI 101 (MGSS. N. S. IX 394); Ann. Saxo 1012 (MGSS. VI 662). Reg.: JL. I p. 506 u. 514. Lit.: Hirsch, Jahrbücher II 385; Wappler, Papst Benedikt 14 f.; Kölmel, Kirchenstaat 63; Zimmermann, Papstabsetzungen 115 ff.

Kommentar

Über seine Vertreibung beklagte sich Gregor vor Heinrich II. in Pöhlde; vgl. n. 1108. Daraus ergibt sich die Datierung bzw. zumindest ein Terminus ante quem. Kölmel bringt das Ereignis mit dem Kriegszug Benedikts gegen die Crescentier (n. 1077) in Zusammenhang. Aus Rom war Gregor wohl schon früher vertrieben, jedenfalls sind keine Regierungshandlungen von ihm in Rom bezeugt. Vgl. über das Schisma zwischen Gregor und Benedikt n. 1075. Spätere Quellen berichten dagegen von einer Vertreibung Benedikts aus Rom; vgl. Martin v. Troppau (MGSS. XXII 433: Hic fuit eiectus de papatu et factus est quidam alius papa, unde maxima scisma fuit). Albert v. Stade (MGSS. XVI 298), Chr. univ. Mettensis (MGSS. XXIV 511) und die Rezension des 15. Jh. des Lib. pont. (Duchesne II 268) sowie verschiedene von Martin abhängige spätmittelalterliche Autoren. Grundlage dieser Tradition ist Gilbert v. Rom (MGSS. XXIV 132), wo dies aber von Benedikt IX. erzählt wird. Vgl. berichtigend Andreas v. Regensburg (Pez, Thesaurus IV 481) und Ebendorfer, Schismentraktat (Zimmermann 36).

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. 1078, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1012-00-00_1_0_2_5_0_1132_1078
(Abgerufen am 25.02.2017).