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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Eine Gesandtschaft des Polenherrschers Boleslaw (I.) überbringt dem Papst (Benedikt VIII.) ein Schreiben, worin ihm mitgeteilt wird, daß wegen dauernder Feindseligkeiten des deutschen Königs Heinrich (II.) der versprochene Peterszins aus Polen nicht nach Rom geschickt werden könne (domno papae questus est per epistolas portitorem, ut non liceret sibi propter latentes regis insidias, promissum principi apostolorum Petro persolvere censum).

Überlieferung/Literatur

Erw.: Thietmar v. Merseburg, Chr. VI 92 (MGSS. N. S. IX 384). Reg.: Grünhagen, Reg. I 8. Lit.: Mann, Lives V 201 f.; Zakrzewski, Bolesław Chrobry 278 f.; Maschke, Peterspfennig 21; Labuda, Studia 298; Baethgen, Mediaevalia 62; Holtzmann, Kaiserzeit 442; Grabski, Boleslaw Chrobry 205.

Kommentar

Thietmar berichtet von dieser Gesandtschaft im Zusammenhang mit der Weigerung des Polenherrschers, sich im Herbst 1013 dem Romzug Heinrichs II. anzuschließen. Die erwähnten Feindseligkeiten fallen wohl noch in den deutsch-polnischen Krieg, der im Feb. 1013 durch eine Zusammenkunft beider Herrscher in Merseburg beendet wurde. Da laut Thietmar als Empfänger der polnischen Botschaft Benedikt VIII. anzusehen ist, wird die Gesandtschaft noch 1012 abgereist sein. Die älteren Arbeiten über den polnischen Peterspfennig verzeichnet Maschke 2 Anm. 2; vgl. aber bes. Ptasnik, Dagome iudex 19 ff. und Kulczycki, L'organisation 123 ff. sowie über die Einführung des Peterszinses aus Polen n. 703.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. 1098, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1012-00-00_13_0_2_5_0_1152_1098
(Abgerufen am 19.09.2017).