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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Papst Sergius (IV) überträgt dem Vedian von Lescure (Vediano Scuriensis castri domino) und dessen Erben gegen einen jährlichen Zins von zehn Solidi Raimondins die Burg Lescure (bei Albi), welche zur Zeit des Papstes Silvester (II.) durch den König (Robert II. von Frankreich) dem Apostel Petrus geschenkt worden war (n. 959), samt allen Pertinenzen und nimmt den Besitz in den päpstlichen Schutz (protectione sedis apostolice). ‒ Manifestum est ... Dat. Laterani pm. Gregorii SRE. card. presb. III. kal. Apr. dom. incarn. a. MX., ind. VIII.

Überlieferung/Literatur

Insert: Cencius, Lib. censuum 176 (Fabre-Duchesne I 430). Erw.: Urk. Alexanders III. v. 1162 (JL. 10724; ed. Fabre-Duchesne, Lib. censuum I 430) und Urk. Innozenz' III v. 1212 (Potthast, Reg. n. 4622; ed. Graule, Hist. de Lescure 674). Druck: Zimmermann, PUU. 850 n. † 447. Reg.: J. 3031; Hist. de Languedoc, nouv. éd. V 1332 n. 8; JL. 3967; Tomassetti, Doc. feudali 292 n. 5; Santifaller, LD. 324; Santifaller, Elenco 326. Lit.: Graule, Hist. de Lescure 25; Deér, Papsttum und Normannen 77.

Kommentar

Zur handschriftlichen Überlieferung und zu den Drucken vgl. die Angaben über die Handschriften des Lib. censuum bei Fabre-Duchesne II 26 ff.; weiters Kehr in GGN. 1900, 122 und Wiederhold, PUU. in Frankreich VII 18 sowie über die spätere Eintragung der Urkunde in den Lib. censuum R. Elze, Der Liber censuum des Cencius (Bullet. dell'Arch. paleografico ital., N. S. 2‒3/1956‒57, I 261). Den Zins von 10 Solidi erwähnt Cencius auch an anderer Stelle (Fabre-Duchesne I 245), jedoch erscheint Lescure bei Albinus und Cencius auch mit einer Zinspflicht von zwei Silberunzen (Fabre-Duchesne I 203 u. II 119). Endlich soll nach einer dritten Version der Bischof von Albi für Lescure II marchas sterlingorum zahlen (Fabre-Duchesne I 203). Zu den Zinsverpflichtungen vgl. auch Pfaff, Lib. censuum 328 n. 558. Die in Albi und den umliegenden Gebieten gültigen monetae Raimundenses werden hier erstmals erwähnt. A. Dieudonné, Manuel de numismatique française, IV (Paris 1936) 237 kennt erst eine Bezeugung aus dem Jahre 1037. Laut der Urkunde Alexanders III. wurde das Privileg Sergius' IV. auch von den Päpsten Calixt II. und Innozenz II. bestätigt. Die Urkunde Innozenz' III. kennt weiters eine Bestätigung Hadrians IV. Alle genannten Urkunden dürften heute verloren sein; vgl. Wiederhold VII 18 Anm. 6. In der Datierung ist bei Cencius das Inkarnationsjahr MXVIII. genannt. Muratori verbessert in a. MX., ind. VIII. Gegen die Echtheit der Urkunde erheben sich Zweifel.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. †1051, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1010-03-30_1_0_2_5_0_1104_F1051
(Abgerufen am 16.12.2017).