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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Papst Johannes XVIII. bestätigt auf Bitten des Bischofs Rainald von Paris (Rainoldi ... Parisiace sedis pontificis) dessen und seiner Eltern, des Grafen Burchard (von Vendôme, Corbeil, Melun und Paris) und dessen Gattin Elisabeth, Schenkungen bei Paris, Lisses, Melun und im Gâtinais (in Parisiaco ... pago Licias ... in comitatu Miliduno ... in pago Vvastinensi) an das Kloster Saint-Maur-des-Fossés (monasterio sancte Dei genitrixis Marie ... Petri ... Pauli ... nomini dicato ... sanctissimi Mauri congregatio) (D. Paris), ordnet als Gegenleistung Gebete an und bedroht Besitzstörung mit dem Anathem. ‒ Ad hoc nos ... Dat. IV. non. Dec. pm. Petri abb. et canc. SAS. a. III. pont. dom. Johannis XVIII. summi pont. et univ. pp. in ss. sede b. Petri apost.. ind. V.

Überlieferung/Literatur

Org.: Kop.: um 1400; Paris Arch. nat.: LL 49 fol. 113. Drucke: Boussard, Actes 96; Zimmermann, PUU. 819 n. † 427. Reg.:Lit.: Boussard, Actes 90.

Kommentar

Zur Überlieferung der im Chartular von Fossés neuentdeckten Urkunde vgl. Boussard 97. Sie hat Ähnlichkeiten mit n. 1012, beginnt wie diese mit einer trinitarischen Invokation und einer Adresse an omnibus sancte matris ecclesie filiis, stimmt im Datum fast wörtlich mit ihr überein und kündigt am Schluß die Besieglung an (sigillo subter et nostre roborationis subnixa). Man könnte wie bei n. 1011 und n. 1012 an eine Empfängerherstellung denken, die in Rom bestätigt wurde. In der um 1058 durch Odo von St-Maur verfaßten Vita des Grafen Burchard (ed. Bourel 15 ff.) verlautet aber nichts von einer päpstlichen Bestätigung der gräflichen Schenkungen. Terminus ante quem der zu vermutenden Fälschung ist die Generalbestätigung des Klosterbesitzes durch Innozenz II. 1136 (JL. 7756), die andere Beweismittel unnötig machte.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. F1012a, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1006-12-02_1_0_2_5_0_1064_F1012a
(Abgerufen am 30.03.2017).