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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Papst Johannes (XVIII.) empfiehlt den Pisanern (spectabilibus viris antianis Pis(ani) populi) zwei durch Pisa nach Florenz und Genua reisende päpstliche Legaten, ersucht um deren Unterstützung durch Empfehlungsschreiben nach Florenz und Genua und teilt mit Berufung auf die Ehre Pisas mit, daß der in Rom gute Dienste leistende Archipresbyter von Pisa als päpstlicher Legat zu dem derzeit exilierten Patriarchen von Jerusalem geschickt worden sei. ‒ Mittimus ad vos ... Dat. Laterani die dominica palmarum pont. nostri a. I.

Überlieferung/Literatur

Org.: Kop.: 1) 18. Jh., Pisa Bibl. cap.: Cod. 112 p. 159. 2) 1730, Pisa Arch. cap.: Cod. 215 (olim 52) fasc. VII fol. 15v. Druck: Zimmermann, PUU. 790 n. †415. Reg.: Kehr in QuF. 6/1904, 329 n. 52; IP. III 357 n. † 16. Lit.: Kehr, Pisaner Fälschungen 316 ff.

Kommentar

Zur Überlieferung vgl. IP. III 357 n. † 15. In Kopie 2 wird das Papstschreiben in das Jahr 1055 datiert, zu welcher Zeit aber kein Papst namens Johannes regierte. Wie Kehr nachwies, ist der Brief eine Fälschung Abramos, der ihn aus angeblich von ihm gefundenen Quellen erstmals in seinen Werken mitteilt. Die Namen der im Papstschreiben aufscheinenden Persönlichkeiten werden jeweils nur mit dem Anfangsbuchstaben wiedergegeben und können mit keinen historischen Persönlichkeiten jener Zeit identifiziert werden. Die Legatennamen sollen mit L und V, der Name des Archipresbyters mit J und der des Patriarchen mit M begonnen haben. Der damalige Patriarch von Jerusalem war Orestes-Jeremias (986‒1006), der seit 1000 im Exil in Byzanz lebte; vgl. Zimmermann, Leo an Hugo 340; Lex Ma. VI (1993) 1449.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. †993, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1004-04-09_1_0_2_5_0_1042_F993
(Abgerufen am 22.07.2017).