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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Papst Johannes (XVIII.) gibt allen Gläubigen (sanctę matris aecclesie fidelibus) bekannt, daß er auf Bitte des Abtes (Dominik) von Saint-Thierry (bei Reims) (coenobii in honore sancti apostoli Bartholomei divina revelatione constructi, sancti quoque Teoderici primi eiusdem coenobii fundatoris et abbatis corpore insigniti) sowie anderer Intervenienten die Besitzungen und Immunitätsrechte dieses Klosters und besonders die Gerichtsbarkeit des Abtes bestätigt habe. ‒ Aecclesias Dei construere ...

Überlieferung/Literatur

Org.: Kop.: 1) 12. Jh., Châlons-sur-Marne Arch. départ.: 13 H (Fonds de St-Thierry) 6 n. 1. 2‒3) 12. u. 17. Jh., Reims Bibl. mun.: Ms. 1602 fol. 386v u. Ms. 1600 p. 187. Drucke: Meinert, PUU. in Frankreich I 178; Zimmermann, PUU. 1044 n. † 551 (zu Johannes XIX. 1024‒1032). Reg.:Lit.: Gall. Christ. IX 185.

Kommentar

Zur Überlieferung vgl. Meinert 20, 34 f. u. 178. Die älteste Kopie hat Diplomform mit Plika, jedoch fehlt die Bullierung. Es findet sich auch keine Datierung, so daß nach dem Vorgang der Gall. christ., welche die Urkunde Johannes XVIII. zuschrieb, nur nach der Regierungszeit dieses Papstes datiert werden kann. Meinert beurteilt das Privileg als eine Anfang des 12. Jh. entstandene Fälschung, wofür außer der Unkenntnis des Abtnamens auch verschiedene Formulareigentümlichkeiten sprechen. So steht etwa am Beginn eine in verlängerter Schrift geschriebene Invokation der Trinität, und die Devotionsformel wird durch die Worte Dei misericordia irregulär ausgestaltet. Laut M. Bur in: St-Thierry (St-Thierry 1979) 45 muß in den Pontifikat Johannes XIX. datiert werden, da der Fälschungsgrund wohl der Streit des Klosters mit dem 1021‒1033 regierenden Erzbischof Ebal von Reims war.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. F987, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1004-00-00_4_0_2_5_0_1036_F987
(Abgerufen am 29.03.2017).