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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Papst Johannes (XVIII.) nimmt das Kloster Villeneuve-lès-Avignon (D. Avignon) in den päpstlichen Schutz, verleiht ihm gegen jährliche Abgabe eines Pfundes Wachs die Kirche am Mont Thouzon (in monte Tozonis) samt dem dortigen Friedhof, den Zehnten und allen sonstigen Einkünften und ermahnt den Bischof Ingilram von Cavaillon, diese Verleihung zu bestätigen.

Überlieferung/Literatur

Erw.: Urk. Ingilrams v. 1014 (ed. Manteyer, Chartes 128 f.); Urk. Gelasius' II. v. 1118 (JL. 6671) sowie Urk. Eugens III. v. 1147 und Alexanders III. v. 1178 (Wiederhold, PUU. in Frankreich IV 93 u. 139). Reg.: Manteyer, Chartes 119 n. 102. Lit.: Gall. Christ. I 878 u. 943.

Kommentar

Die Schutzverleihung erwähnen die zitierten päpstlichen Nachurkunden, die Schenkung der Kirche am Mont Thouzon bestätigte auftragsgemäß Bischof Ingilram, und auch in den späteren Papsturkunden erscheint Thouzon unter den Klosterbesitzungen. Bischof Ingilram regierte 991 bis 1014. Man kann annehmen, daß seine erst im letzten Regierungsjahr ausgestellte Urkunde auf Befehl des letzten Papstes namens Johannes ausgefertigt wurde, obgleich der Papst in den zitierten Quellen niemals mit seiner Ordnungszahl aufscheint; vgl. dazu Wiederhold 93. Fraglich bleibt, ob der Papst nicht zugunsten des Klosters zwei Schriftstücke ergehen ließ, nämlich ein Mandat an den Bischof und ein Privileg für das Kloster. Eine handschriftliche Überlieferung ist nicht erhalten, so daß man über die päpstlichen Maßnahmen nur aus den zitierten Quellen Bescheid weiß.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. 986, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1004-00-00_3_0_2_5_0_1035_986
(Abgerufen am 25.09.2017).