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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Papst Johannes (XVIII.) erteilt dem Kloster Psalmodi (D. Nîmes) ein Privileg.

Überlieferung/Literatur

Erw.: Urk. Paschalis' II. v. 1115 IV. 1 (Wiederhold, PUU. in Frankreich IV 68). Reg.:

Kommentar

Das in der zitierten Urkunde Paschalis' II. als Vorurkunde erwähnte Papstprivileg ist verloren. Das Kloster Psalmodi, das Anfang des 10. Jh. zum zweiten Mal von den Sarazenen zerstört wurde, so daß sich die Mönche nach Cornillon flüchten mußten, wurde 1004 unter Abt Warnerius wiederhergestellt; vgl. Hist. de Languedoc, nouv. éd. III 233. Es ist wahrscheinlich, daß damals auch ein päpstliches Privileg erbeten wurde. Von der zweiten Zerstörung des Klosters Psalmodi durch die Sarazenen weiß man auch aus einer Urkunde Karls III. von Frankreich vom Jahre 909 (Lot-Lauer, Recueil 132). Die Papsturkunde JL. 3582, die im Privileg Paschalis' II. ebenfalls als Vorurkunde aufscheint, weiß jedoch von dieser neuerlichen Zerstörung des Klosters und vom Aufenthalt der Mönche in Cornillon noch nichts. Sie gehört vermutlich auch nicht in den Pontifikat Stephans VII. (929‒931), sondern zu Stephan VI. (896‒897); vgl. L. Chamson-Mazauric, Histoire de l'abbaye bénédictine de Psalmodi de origines à l'année 1099 (Paris 1926) 2 u. 4 sowie die Edition von Zimmermann, PUU. 3 n. l.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. 985, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1004-00-00_2_0_2_5_0_1034_985
(Abgerufen am 22.10.2017).