Regestendatenbank - 176.571 Regesten im Volltext

RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

Sie sehen den Datensatz 1044 von insgesamt 1338.

Papst (Johannes XVIII.) kanonisiert auf Bitten des Bruders Antonius die fünf polnischen Märtyrer (Benedikt, Johannes, Isaak, Matthäus und Christin), deren Tod er durch den aus Polen nach Rom gekommenen Antonius erfahren hat (rediens frater ille Romam cum martyrium eorum ibi nuntiaret, ipso interrogante, papa ... iussit eos in loco sanctorum martyrum haberi et honorari).

Überlieferung/Literatur

Erw.: Brun. v. Querfurt, Vita V fratrum 21 (MPH. N. S. IV/3, 71). Reg.:Lit.: Dvornik, Making 212.

Kommentar

Antonius war im Sommer 1003 von Benedikt nach Rom geschickt worden (vgl. 978) und kehrte erst nach dem am 11. Nov. 1003 erfolgten Märtyrertod seiner Mitbrüder nach Polen zurück. Er entging dadurch dem Geschick seiner Genossen. Zur Identifizierung der von Brun nicht namentlich Genannten vgl. n. 978. Laut Brun ist Antonius gleich nach seinem Eintreffen in der zerstörten polnischen Einsiedelei wieder nach Rom umgekehrt. Seine Abreise muß also noch Ende 1003 stattgefunden haben. Laut der Vita Romualdi des Petrus Damiani (Tabacco, FSI. 94/1957, 65) wurde er aber als polnischer Spion bei der Durchreise durch deutsches Gebiet zunächst von dem damals mit Polen im Kriegszustand befindlichen deutschen König Heinrich II. eingekerkert und nur durch ein Wunder befreit. Seine Ankunft in Rom und die Heiligsprechung der polnischen Märtyrer fällt demnach frühestens Mitte 1004 und in den Pontifikat Johannes' XVIII.

Nachtrag einreichen
Einreichen
Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. 995, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1004-00-00_1_0_2_5_0_1044_995
(Abgerufen am 25.09.2017).