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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Papst Silvester bestätigt auf Bitte des zu ihm gepilgerten Abtes Gauzbert (I.) von Saint-Julien in Tours durch ein Privileg die Besitzungen dieses Klosters.

Überlieferung/Literatur

Erw.: Hist. brevis s. Juliani Turonensis (Salmon, Recueil 229). Reg.: JL. *3935. Lit.: Gall. christ. XIV 241; Salmon, Recueil p. LVII.

Kommentar

Zur Überlieferung des heute verlorenen und nur aus der zitierten Quelle bekannten Papstprivilegs, von dem der Chronist berichtet quod hactenus in archivis nostrae ecclesiae de papyro factum servatur, vgl. Ramackers, PUU. in Frankreich V 21. In Begleitung des Abtes befand sich sein späterer Nachfolger Abt Gauzbert II., so daß man die nur durch die Erwähnung des zeitgenössischen Papstes Silvester II. zu datierende Romreise eher in eine spätere Zeit der Regierung Gauzberts I. in St-Julien ansetzen möchte, in der auch Gauzbert II. schon einflußreich war und dem alten Abt helfend zur Seite stand. Gauzbert I. war auch Abt der Klöster Maillezais und Bourgueil (vgl. n. 989 u. n. 972). Für das letztgenannte Kloster hat Papst Silvester II. vielleicht auf seine Bitte das Privileg n. 972 im März 1003 ausfertigen lassen, so daß die Romreise des Abtes möglicherweise in diese Zeit fällt.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. 971, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1003-03-00_1_0_2_5_0_1016_971
(Abgerufen am 16.01.2017).