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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Papst Silvester (II.) wird vom Grafen Ermengaud (I. von Urgel) um Rat bezüglich des Planes gebeten, das Kloster San Clemente de Codinet (D. Urgel) dem Kloster San Andres de Centellas (D. Urgel) zum Zwecke der monastischen Reform zu inkorporieren. In Anwesenheit des Bischofs Salla (von Urgel) sowie dessen Klerikern und der Begleitung des Grafen rät der Papst zur Union beider Klöster und zur Beobachtung der Benediktinerregel.

Überlieferung/Literatur

Erw.: Urk. Ermengauds v. 1004 (Olwer, Gerbert 357). Reg.:Lit.: Olwer, Gerbert 348 f.; Kehr, Prinzipat 16 f.; Abadal, L'abat Oliba 114 f.; Menéndez-Pidal, Hist. de España VI 489; Engels, Schutzgedanke 170.

Kommentar

Zur Überlieferung vgl. Kehr, PUU. in Spanien I 174. Die Urkunde des Grafen datiert vom 27. Apr. 1004 (V. kal. Mad. a. incarn. dom. nostri J(esus) Chr(isti) MIIII., ind. II., era MXLIII., a. VIII. regnante Rodberto rege), im Kontext heißt es aber, daß der Graf nach seiner Rückkehr aus Rom den Abt von San Clemente per biennium zur Klosterreform ermahnt habe und erst nach der Vergeblichkeit dieser Mahnungen auf Grund neuerlicher Beratung mit Erzbischof Ermengaud von Narbonne und dessen katalonischen Suffraganen zur Durchführung des päpstlichen Rates geschritten wurde. Der Besuch des Grafen beim Papst fällt wohl in den Mai 1001, zu welcher Zeit auch Bischof Salla beim Papste nachweisbar ist (vgl. n. 946). Der päpstliche Rat wird in der Urkunde in folgende Worte gekleidet: ... gratissimum Christo exibe servitium, si illos qui monachili censentur nomine, et qui varia exercent secularia negotia, quoadunatos eos communiter facias vivere sub Benedicti patronis regula.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. 947, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1001-05-00_3_0_2_5_0_992_947
(Abgerufen am 14.12.2017).