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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Bischof Bernward von Hildesheim berichtet dem Papst Silvester (II.) und dem Kaiser (Otto III) in Gegenwart der im Kaiserpalast (am Palatin) zu Beratungen versammelten römischen und deutschen Bischöfe und Fürsten über den Gandersheimer Streit, worüber in Rom schon Gerüchte bekanntgeworden waren.

Überlieferung/Literatur

Erw.: Thangmar v. Hildesheim, Vita Bernwardi 19 (MGSS. IV 767); Wolfher v. Hildesheim, Vita Godehardi 21 (MGSS. XI 182). Reg.: Böhmer-Uhlirz n. 1396 d. Lit.: Tschan, Bernward of Hildesheim I 107; Uhlirz, Jahrbücher Otto III. 349; Holtzmann, Kaiserzeit 370; Tüchle, Romfahrten 108 ff.; Goetting, Bistum Hildesheim 187; Görich, Gandersheimer Streit 63.

Kommentar

Die Berichterstattung Bernwards an Kaiser und Papst meldet ausdrücklich Wolfher: ... papam Gerbertum imperatoremque ... adiit eisque in presentia tam Romanorum quam et Theutiscorum episcoporum et aliorum principum ... querimonia patenter aperuit. Über den Ort vgl. Thangmar: Vicissim ... imperatoris cubiculo ... Laut Thangmar muß angenommen werden, daß die Beratungen unter anderem auch den bereits eingetroffenen Gerüchten über den Gandersheimer Streit galten und daß Bernward gleich nach seinem feierlichen Empfang (n. 926) Gelegenheit hatte, seine Klagen vorzubringen. Die Beratungen gingen auch noch am nächsten Tage weiter; vgl. n. 928. Über den Gandersheimer Streit vgl. nach Böhmer, Willigis 87 ff., Uhlirz 347 ff. und Goetting, Gandersheim 89 ff. sowie Goetting, Bistum Hildesheim 183 ff., zuletzt Görich, Otto 123 ff.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. 927, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1001-01-05_2_0_2_5_0_972_927
(Abgerufen am 18.01.2017).