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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Boten des Bischofs Rethar von Paderborn berichten dem Papst Silvester (II.) und dem Kaiser Otto (III.) über den Brand Paderborns und ersuchen beide um Bestätigung der Paderborner Kirchenprivilegien durch neue Urkunden, welche die verbrannten ersetzen sollen, was sowohl der Kaiser als auch der Papst, über den Unglücksfall tief erschüttert, wunschgemäß gewähren.

Überlieferung/Literatur

Erw.: Vita Meinwerci 7 (Tenckhoff, SS. rer. G. 59/1921, 11). Reg.: J. *2999; JL. *3915; Finke, Westfäl. UB. V/1, 7 n. 22; Böhmer-Uhlirz n. 1396 a. Lit.: F. Tenckhoff, Paderborner Bischöfe (1900) 36; Lerche, Privilegierung 188; Bannasch, Paderborn 120 ff.

Kommentar

Das kaiserliche Privileg datiert vom 1. Jan. 1001 (Böhmer-Uhlirz n. 1396) und wird an der zitierten Stelle der Vita resümiert, wobei der Autor den Eindruck erwecken möchte, daß diese Urkunde von Kaiser und Papst gemeinsam erlassen wurde bzw. daß Kaiser und Papst dieselben Rechte Paderborns bestätigt hätten. Das Papstprivileg, das auch Vita Meinwerci 9 (Tenckhoff, SS. rer. G. 59/1921, 16) erwähnt wird, ist verloren. Bezüglich seines Inhaltes bleibt man auf den Bericht der Vita angewiesen, wonach Rethar Kaiser und Papst gebeten habe, ut antecessorum suorum constituta super immunitatem ecclesię eiusdem renovarent et renovata preceptorum suorum auctoritate confirmarent, und daß beide omnia, quę eidem ecclesię eatenus honori vel usui servierant, confirmaverunt.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. 925, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1000-12-00_1_0_2_5_0_970_925
(Abgerufen am 26.07.2017).