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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Der an der Besitznahme seines Erzbistums durch den Grafen Frotmund (von Sens) gehinderte Erzbischof Leotherich von Sens begibt sich neuerlich zu Papst Silvester (II.) und erlangt ein päpstliches Mandat an die Suffragane von Sens, welches diesen die Durchführung seiner Ordination befiehlt.

Überlieferung/Literatur

Erw.: Clarius v. Sens, Chr. (Bautier-Gilles 106); Hist. regum Francorum monasterii s. Dionysii 30 (MGSS. IX 404); Ordericus Vitalis (?), HE. VII 2 (Chibnall IV 349); Wilhelm Godellus, Chr. (MGSS. XXVI 196); Gaufrid v. Courlon, Chr. (Julliot 378). Reg.: Bubnov, Sbornik I 338 n. 12. Lit.: Gall. Christ. XII 34 f.; Pfister, Robert le Pieux 199; Bouvier, Hist. de Sens I 355.

Kommentar

Zur ersten Romreise Leotherichs, die zur Bestätigung seiner Wahl durch Silvester II. geführt hatte, vgl. n. 900. Graf Frotmund wollte seinen Sohn Bruno zum Erzbischof machen und hatte dabei die Unterstützung einiger Kanoniker von Sens gefunden. Er wurde von Leotherich vor Antritt der zweiten Romreise samt seinen Anhängern exkommuniziert; vgl. Bubnov I 346 ff. Diese zweite Reise muß etwa in den Sommer des Jahres 1000 datiert werden, da es in der zitierten Hist. regum Francorum heißt, daß der Sitz des Erzbischofs von Sens nach dem am 17. Okt. 999 verstorbenen Erzbischof Seguin von Sens ein Jahr lang vakant blieb und demnach die vom Papste anbefohlene Ordination Leotherichs in den Herbst des Jahres 1000 fällt. Über das heute verlorene und nur aus den zitierten Quellen bekannte päpstliche Mandat heißt es bei Clarius, von dem die anderen Berichterstatter abhängig sind: Papa mittens litteras suas ad suffraganeos episcopos aecclesiae Senonice jussit, ut congregati in unum apostolica auctoritate eum (Leotherich) ordinarent.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. 916, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1000-00-00_4_0_2_5_0_961_916
(Abgerufen am 22.03.2017).