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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Papst Silvester II. kommt mit Kaiser Otto III. und Markgraf Hugo (von Tuszien) nach Farfa. Abt Hugo (I.) von Farfa klagt ihnen mit Vorweisung kaiserlicher Privilegien die Lage seines Klosters und insbesondere seinen Streit mit Abt Gregor von Mica Aurea in Rom über die Marien-Zelle am Mignone (bei Corneto). Papst und Kaiser befehlen dem Abte, zu einer Gerichtsverhandlung nach Rom zu kommen.

Überlieferung/Literatur

Erw.: n. 894; MG. DO. III n. 331 u. n. 340. Reg.: JL. I p. 497; Falce, Ugo di Tuscia 147 n. 54; Böhmer-Uhlirz n. 1325 c u. n. 1327 a. Lit.: Schuster, Farfa et sa restauration 392; Schuster, Ugo di Farfa 56; Falce, Ugo di Tuscia 33 f.; Schuster, Farfa 127; Kölmel, Kirchenstaat 36; Uhlirz, Jahrbücher Otto III. 308.

Kommentar

Der Aufenthalt des Kaisers am 22. Sep. 999 in Farfa ist durch eine an diesem Tage hier ausgestellte Kaiserurkunde (Böhmer-Uhlirz n. 1326) gesichert. Der schon seit Anfang des Jahres 999 (vgl. n. 853) währende Streit um die Zelle am Mignone wurde erst am 2. Dez. 999 entschieden (n. 894), doch erhielt Abt Hugo schon am 3. Okt. 999 in Rom als Erledigung einer anderen, von ihm während des kaiserlichen Aufenthaltes in Farfa vorgebrachten Klage ein Privileg Ottos III. (Böhmer-Uhlirz n. 1329). In bezug auf den Streit um die Zelle am Mignone soll sich Abt Hugo auf heute verlorene Verfügungen Karls des Großen und Ludwigs des Frommen (Böhmer-Mühlbacher n. 144 dep. u. n. 149 dep.) berufen und diese Papst und Kaiser vorgelegt haben.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. 884, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0999-09-22_1_0_2_5_0_928_884
(Abgerufen am 18.01.2017).