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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Papst Silvester (II.) teilt dem Erzbischof Arnulf von Reims (Arnulfo Remorum archiepiscopo) mit, vom Streit der Reimser Bürger über ihre Begräbnisstätten gehört zu haben und auch davon, daß jenen Bürgern in der Todesstunde die Eucharistie verweigert werde, die sich außerhalb der Stadt (Reims) im alten Zömeterium von Saint-Remi (in cimiterio antiquo sancti Remigii) bestatten lassen wollen. Da die Kanones solche Maßnahmen nur für Unbußfertige und Exkommunizierte vorsehen, befiehlt der Papst, keinem Sterbenden die Eucharistie zu verweigern und allen Reimsern zu erlauben, sich nach Wunsch im genannten Zömeterium bestatten zu lassen. ‒ Nuper nobis ad noticiam ...

Überlieferung/Literatur

Org.: Kop.: 12. Jh., Berlin StBibl.: Ms. lat. fol. 197, fol. 188v. Drucke: P. Ewald, Drei unedierte päpstliche Schreiben (NA. 8/1883, 364); Bubnov, Sbornik 1329; Zimmermann, PUU. 714 n. 367. Reg.: Bubnov, Sbornik I 18 n. 12; JL. 3932. Lit.: Mann, Lives V 101; Zimmermann, Rechtstradition 137 f.

Kommentar

Das undatierte päpstliche Mandat setzt die Anerkennung Arnulfs durch den Papst voraus und ist daher in die Zeit nach n. 867 zu datieren.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. 868, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0999-04-00_7_0_2_5_0_912_868
(Abgerufen am 21.07.2017).