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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Papst Silvester (II.) gewährt dem Abte Odilo von Cluny seine Gnade und zeichnet ihn mit dem Brudertitel aus.

Überlieferung/Literatur

Erw.: Jotsald v. Cluny, Vita Odilonis I 6 (MGSS. XV 813). Reg.:Lit.: Sackur, Cluniacenser I 352 f.; Smith, Hist. of Cluny 203; Côte, Odilon 59.

Kommentar

Zur Verbindung Odilos mit dem Papste vgl. n. 960. Eine besondere Freundschaft Silvesters zu Cluny und dessen Reformbestrebungen läßt sich aus fdiesem Schreiben allerdings nicht erschließen. Auch der Brudertitel wird hier Odilo keineswegs gewährt, obwohl der Papst auf das Diktat persönlichen Einfluß genommen zu haben scheint. Jotsald behauptet freilich eine besondere Hochschätzung des Abtes nicht bloß durch Silvester II., sondern ebenso auch durch dessen Nachfolger Benedikt VIII. (vgl. n. 1141), Johannes XIX. und Clemens II. in einer ganz allgemeinen Wendung, welche die Achtung ausdrücken soll, die Odilo überall genoß: Non pretereundi sunt etiam illi domini sacerdotes et apostolici viri, Silvester, Benedictus, Johannes et in ultimis piae memoriae Clemens, quorum gratiam ita promeruit, ut tamquam ex fratribus unus extiterit. Odilo hatte im Gefolge Kaiser Ottos III. häufig Gelegenheit, mit dem Papste zusammenzukommen, und weilte auch bei seiner Wahl und Inthronisation in Rom (vgl. n. 865 und Uhlirz, Jahrbücher Otto III. 300), so daß man den Beginn der Freundschaft zwischen den beiden Männern wohl in diese Zeit datieren darf.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. 860, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0999-04-00_1_0_2_5_0_904_860
(Abgerufen am 21.01.2017).