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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Papst Gregor (V.) teilt den Patriziern von Pisa (magnificis ac venerabilibus viris antianis Pisani populi) mit, daß er wunschgemäß die Kirche San Piero a Grado in der Grafschaft Pisa (ecclesia sancti Petri vulgo ad gradus maris seu prope mare nuncupata vestri Pisani comitatus) samt allen Pertinenzen in den päpstlichen Schutz genommen und Rechtsverletzung mit dem Anathem bedroht habe. Die Kirche sei den Kanonikern von Santa Maria in Pisa unterstellt und ihr alle Indulgenzen der römischen Peterskirche verliehen worden, da sie ihren Ursprung auf den Apostel Petrus selbst zurückführen könne. Der Papst verdoppelt den Ablaß für alle Gläubigen, die hier nächtliche Vigil halten, und bestätigt alle Indulgenzbriefe der Päpste, da diese im Laufe der Zeiten in Verlust geraten seien. ‒ Cum ecclesia sancti Petri ... Dat. Rome apud Lateranum a. DCDXCVIII., V. kal. Oct., pont. nostri a. II.

Überlieferung/Literatur

Org.: Kop.: 1) Anf. 18.Jh., Pisa Bibl. cap.: Cod. 112 p. 148. 2) 1730, Pisa Arch. cap.: Cod. 215 (olim 52) fasc. VI fol. 9v Druck: Zimmermann, PUU. 706 n. † 360. Reg.: Kehr in QuF. 6/1904, 329 n. 46; IP. III 357 n. + 12. Lit.: Kehr, Pisaner Fälschungen 316 ff.

Kommentar

Über eine zweite, heute verlorene Kopie des angeblichen Papstbriefes vgl. IP. III 357 n. † 12 und n. 276. Über die vom Papste angeblich privilegierte Kirche vgl. IP. III 372 f. Wie Kehr nachwies, ist das Papstschreiben ein Falsifikat Abramos, in dessen Werken es erstmals überliefert ist.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. †843, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0998-09-27_1_0_2_5_0_886_F843
(Abgerufen am 25.05.2017).