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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Papst Gregor (V.) erteilt dem Bischof Bernard von Vado wunschgemäß und auf Intervention des Kaisers Otto III. die Erlaubnis zur Verlegung seiner Residenz nach Savona.

Überlieferung/Literatur

Erw.: G. Zuccarello, Elenco dei vescovi di Savona, und G. V. Verzellino, Delle memorie ... di Savona (ed. Astengo II 710 u. I 156); M. de'Monti, Compendio di memorie historiche della città di Savona (1697, Rom Bibl. Vallicelliana M. 30 p. 27). Reg.: Desimoni, Reg. 49 n. 49. Lit.: IP. VI/2, 353; I. Scovazzi-F. Noberasco, Storia di Savona, I (Savona 1926) 82 f.

Kommentar

Zu den genannten Autoren vgl. IP. VI/2, 352. Die späte Tradition von der Verlegung des Bischofssitzes von Vado nach Savona unter dem 992‒999 regierenden Bischof Bernard ist höchst unsicher und auch schwer chronologisch einzuordnen, so daß Kehr in IP. VI/2, 353 mit Recht an ihr zweifelt. Savona war schon am Ende des 9. Jh. Bischofssitz und scheint dies endgültig um die Wende vom 10. zum 11. Jh., geworden zu sein; vgl. V. Poggi, Cronotassi dei principali magistrati che ressero e ammistrarono il commune di Savona. (Misc. di stor. Ital. 41/1906, 258). Daß hiezu ein Papst die Genehmigung erteilt habe, wird in den zitierten Werken aus dem 16. und 17. Jh. erwähnt. Desimoni datiert das Ereignis in die Jahre 996‒998, doch erwähnt Zuccarello im selben Zusammenhang ausdrücklich die am 27. Mai 998 erfolgte Privilegierung des Bistums Savona durch Kaiser Otto III. (Böhmer-Uhlirz n. 1281) und Verzellino eine Romreise des Bischofs Bernard, so daß man die Intervention des Kaisers für Bischof Bernard und die Erlaubnis des Papstes zur Verlegung ebenfalls für Ende Mai 998 annehmen darf, zu welcher Zeit sowohl der Kaiser als auch der Papst in Rom weilten, sollte der Tradition überhaupt ein echter Kern innewohnen. Schon im Jan. 998 erscheint aber Bernard angeblich in einer verlorenen Urkunde Ottos III., die bei Böhmer-Uhlirz n. 1281 irrig dem Papste zugeschrieben wird, als Bischof von Savona; vgl. Poggi 265. Zu diesem Zeitpunkt waren Kaiser und Papst in Pavia (vgl. n. 810). Anfang des 11. Jh. ist von einem Bischofssitz in Vado keine Rede mehr.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. †839, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0998-05-00_5_0_2_5_0_881_F839
(Abgerufen am 27.02.2017).