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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Papst Gregor (V.) verleiht dem (Marser) grafen Rainald (II. von Carsoli) die Burgen Arsoli, Roviano und Anticoli samt allen Pertinenzen im Gebiet von Tivoli (castellum, qui vocatur Arzula, et castellum, qui vocatur Rubianu, simulque et castellum, qui vocatur Anticulu ... in territorio Tiburtino).

Überlieferung/Literatur

Erw.: n. 901. Reg.: IP. II 88 n. * 1. Lit.: Kölmel, Kirchenstaat 34.

Kommentar

Die genannten Kastelle erscheinen in n. 800 als Besitz des Klosters Subiaco, und in n. 901 werden sie durch den Grafen dem Kloster zurückgestellt. Man kann also annehmen, daß die Verleihung in den obengenannten Jahren, jedenfalls nach Juni 997 erfolgte und vielleicht als Dankesbeweis für eine dem Papste vom Grafen erwiesene Hilfe gedacht war. Sie schädigte jedoch die Rechte des Klosters Subiaco und mußte demnach auf Befehl des Papstes Silvester II. rückgängig gemacht werden; vgl. n. 901. Eine Verleihungsurkunde Gregors V. ist nicht erhalten, doch wird in n. 901 zweimal ein preceptum a Gregorio sancte memoratus papa erwähnt. Über die Burgen vgl. Silvestrelli, Città, castelli e terre I 354 ff. und Toubert, Latium 376 f. u. 403, über den Marsergrafen Rainald vgl. Müller, Untersuchungen 60 f.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. 811, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0998-00-00_1_0_2_5_0_853_811
(Abgerufen am 23.09.2017).