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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Papst Gregor (V.) erneuert dem von seinem Vorgänger (Johannes XV.) (n. 722) in Rom geweihten Abt Hatto (III.) von Fulda (Hattoni Fuldensis ęcclesię abbati) wunschgemäß das ihm von diesem Papste verliehene Recht, bei der Messefeier Dalmatika und Sandalen zu tragen. ‒ Omnium fidelium presentium ... Scr. pm. Petri reg. not. et scrin. SRE. a. dom. incarn. nongentesimo [nonagesimo] septimo, men. Feb., ind. X. ‒ Dat. VII. id. Feb. pm. Johannis ep. s. Albanensis eccl. et bibl. SAS.

Überlieferung/Literatur

Org.: Kop.: 1) 12.Jh., Marburg StArch.: Hs. Abt. K 425 fol. 24. 2) Ende 13. Jh., Marburg StArch.: Hs. Abt. K 427 fol. 11v. Drucke: Dronke, Cod. dipl. Fuldensis 340; Migne, PL. 137, 912; Zimmermann, PUU. 662 n. 339; Meyer zu Ermgassen, Codex Eberhardi I 26. Reg.: J. 2963; JL. 3874; Santifaller, LD. 321; Santifaller, Elenco 316; Böhmer-Uhlirz n. 1217 k; GP. IV/4, 373 n. 55. Lit.: Harttung, Dipl. hist. Forschungen 420 ff.; Roller. Eberhard von Fulda 27; Lerche, Privilegierung 149 u. 176; Schramm, Briefe Ottos 119; Goetting, Exemtion 123; Lübeck, Kardinalsornat 37; Jörg, Würzburg und Fulda 44; Lübeck, Fuldaer Äbte 78; Wehlt, Reichsabtei und König 281 f.; Rathsack, Fälschungen 313 ff.; Hussong, Reichsabtei Fulda I 196 f.

Kommentar

Wegen der nicht kanzleigemäßen, auch ergänzungsbedürftigen Datierung (Inkarnationsjahr in Skriptumzeile; vgl. ebenso n. 788) und der sonst nur in der kaiserlichen Kanzlei gebräuchlichen Form der Promulgatio, welche hier anstelle der üblichen Adresse steht, glaubte Harttung eine Fälschung annehmen zu müssen. Schreiber und Datar der Urkunde sind jedoch unter Gregor V. bezeugt (vgl. Santifaller, Elenco 114 ff.), und vom Rechtsinhalt her ist keine Fälschungsabsicht wahrzunehmen. Auch weilte Abt Hatto damals wirklich in Pavia (vgl. auch Böhmer-Uhlirz 1217 g) und konnte daher vom Papste ein Privileg erbitten. Die Abweichungen der Urkunde vom Formular erklären sich vielleicht aus dem durch die Vertreibung des Papstes aus Rom (n. 772) etwas in Unordnung geratenen Geschäftsgang der päpstlichen Kanzlei. Vgl. auch Schieffer, Datierungsformular 78.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. 787, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0997-02-07_1_0_2_5_0_828_787
(Abgerufen am 24.05.2017).