Regestendatenbank - 176.571 Regesten im Volltext

RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

Sie sehen den Datensatz 834 von insgesamt 1338.

Papst Johannes (XVI.) wird als Invasor des Papstthrones verdammt.

Überlieferung/Literatur

Erw.: Ann. Hildesheimenses 997 (Waitz, SS. rer. G. 8/1878, 27); Ann. Saxo 997 (MGSS. VI 641); Ann. Palidenses 997 (MGSS. XVI 65); Sächs. Weltchr. 162 (MG. Dt. Chr. II 166). Reg.: GP. IV/4, 82 ad n. 87. Lit.: Zimmermann, Papstabsetzungen 109.

Kommentar

Der Bericht der Ann. Hildesheimenses (unde ab universis episcopis Italiae, Germaniae, Franciae et Galliae excommunicatur) wird von den späteren Quellen übernommen. Danach ist die Exkommunikation des Invasors in die Zeit zwischen dem Konzil von Pavia (n. 786) und dem Romzug Ottos III. (n. 815) zu datieren. In dieser Zeit fand aber keine Synode statt, welche Bischöfe aus allen genannten Ländern vereinigte. Vgl. außerdem den aus dem Jahre 998 stammenden Bericht des byzantinischen Gesandten Leon von Synada in seinem Brief an den Ostiarier Johannes (Darrouzès, Épist. 165 f.) (Ἀνάθεμα γέγονε τῇϛ δυτιϰῆϛ ἐϰϰλησίαϛ). Schramm in Byz. Zs. 25/1925, 101 Anm. 1 nimmt an, daß die Sentenz knapp nach dem Bekanntwerden der Erhebung Johannes' XVI. (n. 784) von Gregor V. noch aus Pavia erging und auf Befehl des Papstes vom Episkopat der genannten Länder verkündet wurde.

Nachtrag einreichen
Einreichen
Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. 793, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0997-02-00_1_0_2_5_0_834_793
(Abgerufen am 18.08.2017).