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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Aufenthalt des die Ankunft Kaiser Ottos (III.) in Italien erwartenden Papstes Gregor V. in der Nähe von Ravenna und Zusammentreffen mit Erzbischof Johannes (XIII.) von Ravenna.

Überlieferung/Literatur

Erw.: Johannes diac., Chr. (Monticolo, FSI. 9/1890, 154) und Bonizo v. Sutri, Liber ad amicum IV (MG. Ldl. I 582). Reg.:Lit.: Uhlirz, Jahrbücher Otto III. 232; Zimmermann, Dunkle Jh. 261; Moehs, Gregorius 50.

Kommentar

Die zeitliche Einordnung der zitierten Quellennachrichten ist schwierig und unsicher. Johannes diac. berichtet nur, daß Gregor nach seiner Vertreibung aus Rom und nach der Erhebung des Johannes Philagathos zum Papst (n. 784) imperatoris expectando adventum durch Italien gezogen sei. Bei Bonizo heißt es dagegen, daß Crescentius II. Nomentanus Johannes XVI. zum Papst gemacht habe, weil er wußte, quod papa (Gregor V.) Ravennę eius (Otto III.) iam expectabat adventum. Ein Aufenthalt Gregors V. in Ravenna nach seiner Flucht aus Rom (n. 772) ist sonst nirgends bezeugt, doch weiß man, daß er von Spoleto kommend (vgl. n. 776) mit Erzbischof Johannes von Ravenna zusammentraf und mit diesem gemeinsam nach Reggio-Emilia zog (n. 781). Man wird demnach vermuten dürfen, daß Bonizo dieses Ereignis meinte, wenn seiner Nachricht überhaupt ein echter Kern innewohnt. Mit Bonizo ist weiters dann der Aufenthalt Gregors V. in oder bei Ravenna in die Zeit vor der Erhebung Johannes' XVI. (n. 784) und wohl in den Jan. 997 zu datieren.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. 780, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0997-01-00_1_0_2_5_0_821_780
(Abgerufen am 24.05.2017).