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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Papst Gregor (V.) gestattet dem Erzbischof Arnulf (von Reims) die Ausübung seines Amtes bis zu einer endgültigen und gesetzmäßigen Entscheidung seiner Angelegenheit.

Überlieferung/Literatur

Erw.: Richer v. Reims, Hist. IV 108 (Latouche II 332). Reg.:Lit.: Lowis, Church of France 120; Uhlirz, Jahrbücher Otto III. 524 f.

Kommentar

Die Worte Richers, die sich im Anhang zu seinem Geschichtswerk als noch unverarbeitete Notiz finden (Gregorius papa tandiu permittit Arnulfo officium sacerdotale, donec in temporibus racionabiliter aut legibus adquirat aut legibus amittat), versteht Uhlirz als Antwort des Papstes auf das Schreiben Abbos von Fleury (n. 796). Obwohl der Papst Arnulf bereits das Pallium verliehen (n. 776) und dessen Gegner auf der Synode von Pavia (n. 786) suspendiert hatte, obwohl Arnulf auch durch den päpstlichen Legaten Leo und eine Reimser Synode (n. 795) wieder in sein Amt eingeführt worden war, wollte Gregor anscheinend die Schuld Arnulfs noch einmal durch ein päpstliches Gericht untersuchen lassen. Erst Silvester II. hat Arnulf völlig restituiert (n. 867). Zur Datierung vgl. Uhlirz.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. 803, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0997-00-00_1_0_2_5_0_845_803
(Abgerufen am 23.06.2018).