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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Abt Abbo von Fleury schreibt dem Papst Gregor (V.) (Domino semper venerabili Romanae et universalis ecclesiae praesuli Gregorio) in Erinnerung an die gemeinsamen Gespräche in Spoleto (in Spoleti provincia), ersucht um päpstliche Fürbitte und empfiehlt (den Überbringer) Humbold. Da der Papst über die Translation der Reliquien des Benedikt (von Nursia) nach Gallien und über dessen Wunder diesseits der Alpen etwas erfahren wollte, habe er Humbold darüber aufgeklärt und übersende außerdem durch ihn eine selbstverfaßte Schrift über diesen Gegenstand sowie weiters als Geschenk zwei wertvolle Pokale (duo vascula Manzerina), welche erhaben die Figuren der Charitas und der Ethik zeigen, jene mit den beiden Testamenten in Händen, diese mit ihren Flügeln die Historia und Allegoria umschlingend. ‒ Experimento didici ...

Überlieferung/Literatur

Druck: Migne, PL. 139, 422. Reg.: Cousin, Abbon 216 n. 8. Lit.: Chamard, Les reliques de St-Benoît 107; Manitius, Gesch. der lat. Lit. II 672; Cousin, Abbon 128.

Kommentar

Die Datierung des undatierten Schreibens ergibt sich aus der Erwähnung des Aufenthaltes Abbos beim Papst in der Nähe von Spoleto (n. 776), wovon wie über ein kurze Zeit zurückliegendes Ereignis berichtet wird. Humbold wird als vester fidelis vorgestellt. Er ist wohl der Überbringer des Briefes und der Geschenke. Weiters ist von ihm nichts bekannt. Die von Abbo verfaßte Schrift über die Translatio Benedicti scheint verloren zu sein. Der Brief schließt mit einem kurzen Gedicht an den Papst betreffend die Widmung dieser Schrift, das mit den Worten beginnt: Fascibus exemptos dum cernimus Urbis alumnos ...

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. 798, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0997-00-00_1_0_2_5_0_839_798
(Abgerufen am 17.10.2018).