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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Kaiser O(tto III.) teilt dem Papste G(regor V.) (papae G. O. gratia Dei imperator augustus) (durch ein von Gerbert von Aurillac verfaßtes Schreiben) mit, daß er leider aus Gesundheitsgründen seinen Wünschen nicht entsprechen könne (vestris votis satisfacere nequeo), ihm zur Hilfeleistung aber den (Markgrafen) Hu(go) von Tuszien und den Grafen Ko(nrad) von Spoleto und Camerino zurücklasse (primores Italiae relinquimus. Hu. Tuscum ... Co. comitem Spoletinis et Camerinis praefectum), dem auch die acht strittigen Grafschaften als kaiserlichem Legaten anvertraut wurden.

Überlieferung/Literatur

Druck: MG. DO. III n. 228. Reg.: Böhmer-Uhlirz n. 1195. Lit.: Uhlirz, Jahrbücher Otto III. 217 f.; Zimmermann, Dunkle Jh. 258; Drabek, Verträge 74 f.

Kommentar

Vgl. weiters die bei Böhmer-Uhlirz n. 1195 angegebene Literatur, bes. auch Uhlirz in MÖIG. 48/1934, 264 u. HZ. 162/1940, 263. Zur Verfasserschaft Gerberts vgl. die Editionen von Weigle, MG. Briefe II 257 und Riché II 572 (Epist. 216) und Uhlirz, Untersuchungen 182 ff. Dem kaiserlichen Schreiben dürfte ein Brief des Papstes an den Kaiser vorangegangen sein, das diesen zur Rückkehr nach Rom aufforderte. Otto III. befand sich damals auf der Fahrt nach Arezzo. Vgl. zur Datierung Böhmer-Uhlirz n. 1195. Über Hugo von Tuszien vgl. Falce, Ugo di Tuscia 24 u. 124 n. 39. Zu den acht Grafschaften vgl. auch n. 937 sowie über den diesbezüglichen Streit zwischen Papst und Kaiser Schramm, Renovatio I 92; Kölmel, Kirchenstaat 54 und Zimmermann, Papstabsetzungen 105 sowie Zimmermann, Studien 157.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. 766, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0996-07-00_1_0_2_5_0_807_766
(Abgerufen am 16.10.2017).