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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Auf Rat und mit Zustimmung Papst Gregors (V.) (consensu et consilio ... summi apostolici Gregorii) gewährt Kaiser Otto III. für sein und seiner Eltern (Kaiser Otto II. und Theophanu) Seelenheil dem Bischof Gottschalk von Freising wunschgemäß die Errichtung eines täglichen Marktes mit Regensburger Münze in Freising (in loco Frisinga dicto), verleiht dessen Ertrag der (bischöflichen) Corbinianskirche in Freising und stellt den Marktbesuch unter kaiserlichen Friedensbann.

Überlieferung/Literatur

Druck: MG. DO. III n. 197. Reg.: JL. I p. 490; Böhmer-Uhlirz n. 1172. Lit.: Uhlirz, Kaiserkrönung Ottos 266 f.; Uhlirz, Jahrbücher Otto III. 208.

Kommentar

Zur Überlieferung des kaiserlichen Privilegs vgl. Böhmer-Uhlirz n. 1172. Eine späte Erwähnung der Urkunde und der päpstlichen Intervention findet sich bei Veit Arnpeck, Liber de gestis ep. Frisingensium (Leidinger 865). Außer dem Papste werden die Teilnehmer der damals in Rom tagenden Synode (n. 756) in der Urkunde als Intervenienten genannt, doch meint Uhlirz, daß die Privilegierung Freisings nicht Gegenstand der Synodalverhandlungen war. Dasselbe gilt von dem wenige Tage später an Salzburg verliehenen Marktprivileg (n. 759). Über Gottschalks Anwesenheit in Rom vgl. n. 754 und Tüchle, Romfahrten 103 f.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. 753, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0996-05-22_2_0_2_5_0_794_753
(Abgerufen am 21.07.2017).