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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Auf Fürbitte des Papstes Gregor (V.) begnadigt Kaiser Otto (III.) den (römischen Senator) Crescentius (II. Nomentanus), der von einem durch den Kaiser mit den Römern abgehaltenen Gericht wegen seiner Vergehen gegen den Papst (Johannes XV.) als Majestätsverbrecher zum Exil verurteilt worden war.

Überlieferung/Literatur

Erw.: Ann. Hildesheimenses 996 (Waitz, SS. rer. G. 8/1878, 27); Ann. Altahenses (Oefele, SS. rer. G. 4/1891, 15); Arm. Saxo 996 (MGSS. VI 641). Reg.:Lit.: Uhlirz, Jahrbücher Otto III. 204; Zimmermann, Papstabsetzungen 104.

Kommentar

Die Ann. Altahenses und der Ann. Saxo wiederholen die Nachrichten der Ann. Hildesheimenses im wesentlichen. Nur die Beschuldigung des Majestätsverbrechens gegen Crescentius ist ein Zusatz der Ann. Altahenses. Laut den Ann. Hildesheimenses fand die Verurteilung und Begnadigung des Crescentius unmittelbar nach der Kaiserkrönung Ottos III. statt (habitoque cum Romanis placito quendam Crescentium, quia priorem papam iniuriis sepe laceravit, exilio statuit deportari. Sed ad preces novi apostolici imperator omnia remisit) und ist demnach wohl auf den 22. Mai 996 zu datieren, an welchem Tage Otto III. als Kaiser zu amtieren begann; vgl. n. 753. Nach dem Wortlaut der Quellen zu schließen, ist das römische Placitum des Kaisers nicht mit der Krönungssynode (n. 756) zu identifizieren. Über die Vergehen des Crescentius gegen Johannes XV. vgl. n. 729.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. 752, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0996-05-22_1_0_2_5_0_793_752
(Abgerufen am 27.05.2017).