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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Papst Johannes XV. stirbt nach einem heftigen Fieberanfall.

Überlieferung/Literatur

Erw.: (Johannes Canaparius), Vita Adalberti 21 (MPH. N. S. I 32); Versus de passione Adalberti 766 (Uhlirz, Lebensbeschreibung 41); Ann. Beneventani 996 (MGSS. III 176); Ann. Hildesheimenses 996 (Waitz, SS. rer. G. 8/1878, 27); Ann. Blandinienses 997 (Grierson 22); Ann. Elmarenses 997 (Grierson 87); Ann. Formoselenses 997 (Grierson 126); Ann. Saxo 996 (MGSS. VI 641); Hugo v. Flavigny, Chr. (MGSS. VIII 367); Ann. s. Blasii 995 (MGSS. XVII 276); Ann. s. Trudperti 996 (MGSS. XVII 289); Chr. s. Bartholomaei (MGSS. XXXI 214); Ano. Zwetlensis (Migne, PL. 213, 1029); Martin v. Troppau, Chr. (MGSS. XXII 432). Reg.: JL. I p. 489; Böhmer-Uhlirz n. 1166 b.

Kommentar

Über die Todesart vgl. Vita Adalberti (acerrima febre correptus) und ähnlich auch die Versus. Rom als Sterbeort ist ausdrücklich durch Martin und den Ano. Zwetlensis bezeugt, doch läßt sich dies auch aus anderen Quellen entnehmen, wo der Bericht über den Tod im Anschluß an die Restitution Johannes' XV. in Rom (n. 737) und im Zusammenhang mit der Romreise Ottos DI. notiert wird. Vgl. außer den genannten Quellen noch Ann. Quedlinburgenses (MGSS. III 73), Johannes diac. (Monticolo, FSI. 9/1890, 152). Thietmar v. Merseburg (MGSS. N. S. IX 164), Rodulf Glaber (Prou 40), Ann. Altahenses (Oefele, SS. rer. G. 4/1891, 15), Bernold v. Konstanz (MGSS. V 399), Rupert v. Deutz (MGSS. IV 742), Ann. Magdeburgenses (MGSS. XVI 159), Ann. Palidenses (MGSS. XVI 65), Chr. regia Coloniensis (Waitz, SS. rer. G. 18/1880, 31), Romuald v. Salerno (SS. rer. Ital. VII/1, 172) und Tholomeus v. Lucca (Muratori, SS. XI 1046). Das genaue Datum ergibt sich einerseits aus der Nachricht des Johannes diac., daß Otto III. vom Tode des Papstes schon um Ostern 996 in Pavia erfuhr (vgl. dazu auch Uhlirz, Jahrbücher Otto III. 199), andrerseits aus der Pontifikatsdauer. Laut dem Lib. pont. (Duchesne II 260) betrug diese 10 Jahre und 7 Monate; vgl. ebenso u. a. Hermann v. Reichenau (MGSS. V 117), Bernold v. Konstanz (MGSS. V 423), Ann. Saxo, Ano. Zwetlensis u. Ebendorfer, Papstchr. (Zimmermann, MGSS. N. S. XVI 319). 10 Jahre, 7 Monate und 10 Tage als Pontifikatsdauer verzeichnen Martin v. Troppau, Chr. s. Bartholomaei, der Londoner Katalog (Duchesne, Lib. pont. II p. XIX), Cencius (Fabre-Duchesne I 328) sowie Chr. Tiburtina (MGSS. XXXI 258) u. a. Das führt in Anschluß an n. 641 auf spätestens Ende März 996, 10 Jahre, 6 Monate und 10 Tage rechnet etwa Tholomeus v. Lucca, 10 Jahre und 6 Monate etwa Romuald. Andere Berechnungen weichen z. T. weit ab und sind unverwendbar. Über die Grabstätte des Papstes vgl. Montini, Le tombe 162, Schneider in MÖIG. 39/1923, 215 ff. u. Borgolte, Grablegen 129. Ehrenvolle Bestattung in Rom berichtet auch Amalricus Augerius (Muratori, SS. III/2, 334). In Böhmer-Uhlirz n. 1166 c wird auf Grund der fehlerhaften Zählung der Johannespäpste im Mittelalter angenommen, daß Crescentius II. Nomentanus nach dem Tode Johannes' XV. eigenmächtig einen nur kurz regierenden Papst Johannes XVI. erhoben habe, der durch Gregor V. verdrängt wurde. Die fehlerhafte Zählung beruht aber wohl auf der irrigen Einschiebung eines angeblich 4 Monate regierenden Johannespapstes vor Johannes XV., der dann als der XVI. gezählt wurde. Dazu kam man vermutlich auf Grund der Nachrichten über die viermonatige Gefangenschaft Johannes' XIV. (n. 633). Vgl. dazu Wilmans, Jahrbücher Otto III. 212, Duchesne II p. XVIII; Poole, Studies 186 f.; Zimmermann, in Mitt. d. österr. StArch. 11/1958, 575 und Annuario pontificio 1965, 14*.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. 740, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0996-03-00_1_0_2_5_0_779_740
(Abgerufen am 19.01.2017).