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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Papst (Gregor V.) klagt dem Grafen Fulko (III. Nerra) von Anjou, der auf seiner Pilgerfahrt ins Heilige Land nach Rom gekommen war, über die Tyrannei des Patricius Crescentius (II. Nomentanus), der die Römer und das umliegende Land mit seinen Räubereien bedränge und auch Jerusalempilger an ihrer Fahrt hindere. Der Graf verspricht, sich nach seiner Rückkehr aus Palästina dem Papste zur Verfügung zu stellen, und wird mit dem päpstlichen Segen sowie mit päpstlichen Geleitbriefen versehen entlassen.

Überlieferung/Literatur

Erw.: Chr. de gestis consulum Andegavensium (Halphen-Poupardin 144 f.); Hist. monasterii s. Florentii Salmuriensis (Bouquet, Recueil X 264). Lit.: Lair, Études 86 ff.; Halphen, Le comté d'Anjou 213 Anm. 7.

Kommentar

In den zitierten Quellen wird als Bittsteller irrtümlich Papst Sergius IV. genannt, doch kommt als einzig mögliche Datierung nur der Sommer 996 in Frage, da Gregor V. im Juli 996 noch auf die Hilfe Kaiser Ottos III. hoffte (n. 766) und im Okt. 996 (n. 772) durch Crescentius aus Rom vertrieben wurde. Über die angebliche Erfüllung des Versprechens durch Fulko im Jahre 998 vgl. n. 828. Lair datiert diese erste Reise Fulkos nach Palästina ins Jahr 998, Halphen lehnt die Berichte der zitierten Quellen als Legende ab.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. †770, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0996-00-00_1_0_2_5_0_811_F770
(Abgerufen am 27.07.2017).