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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Papst Johannes (XV.) wird durch Boten des (Patricius) Crescentius (II. Nomentanus) eingeladen, wieder nach Rom zurückzukehren.

Überlieferung/Literatur

Erw.: Martin v. Troppau, Chr. (MGSS. XXII 432); Flores temp. (MGSS. XXIV 245). Reg.:Lit.: Schneider, Rom und Romgedanke 196; Schramm, Renovatio I 90; Koelmel, Beiträge 544; Zimmermann, Papstabsetzungen 104.

Kommentar

Laut Martin erfolgte die Rückberufung als Reaktion auf das Hilfegesuch des Papstes an Otto III. (n. 734): Cognito autem Crescentius, quod papa pro Ottone III. misisset. pro papa, ut ad Urbem rediret, nuncios misit. Ihm folgen die späteren Berichterstatter, angefangen vom Autor der Flores. Vgl. aber den ausgestalteten Bericht bei Tholomeus v. Lucca, HE. XVII 31 (Muratori, SS. XI 1046) und Platina, Liber de vita (SS. rer. Ital. III/1, 175), wonach der Bote ein Anhänger des Papstes gewesen sein und dem Papst auch das Versprechen des Crescentius überbracht haben soll, ihm in allen Dingen zu gehorchen, falls er auf die Hilfe des deutschen Königs verzichte: ipsius pontificis cognatos et amicos, qui in Urbe remanserant, ad hominem mittit rogatum, ut omissa accersendi Othonis cura, ad Urbem cum potestate redeat, polliceturque se ei rebus in omnibus obtemperaturum. Gemäß Martin ergibt sich die Datierung in das Ende des Jahres 995, was auch dadurch bestätigt wird, daß Otto III. anscheinend vor seinem Aufbruch nach Italien (Böhmer-Uhlirz n. 1163 b) nichts mehr von der gewandelten Situation des Papstes erfuhr.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. 736, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0995-00-00_3_0_2_5_0_775_736
(Abgerufen am 23.10.2017).