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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Papst Johannes (XV.) verleiht und bestätigt dem von ihm geweihten (n. 722) Abt Hatto (III.) von Fulda (Hattoni coenobii sacri Uuldensis religiosissimo et a nobis consecrato abbati) wunschgemäß und auf Intervention König Ottos (III.) und der Kaiserin Adelheid nach dem Beispiel des Papstes Zacharias (JE. 2293) (und mit wörtlicher Benützung von n. 462) die Rechte und Besitzungen seines Klosters sowie den Primat in Gallien und Germanien und gewährt auf besonderen Wunsch des Königs das Recht, bei der Messe Dalmatika und Sandalen zu tragen. ‒ Desiderium quod ad propositum ... Scr. pm. Georgii scrin. et not. SRE. in men. Oct., VIII. id. ‒ Dat. II. kal. Nov. pm. Johannis ep. s. Albanensis eccl. et bibl. SSA. men. Oct., die XXXI., ind. VIII.

Überlieferung/Literatur

Org.: Kop.: 1) um 1000, Marburg StArch.: Stiftsarch. Fulda 994. 2) 12. Jh., Marburg StArch.: Hs. Abt. K 425 fol. 13. 3) Ende 13. Jh., Marburg, StArch.: Hs. Abt. K 427 fol. 11v. Drucke: Schannat, Hist. Fuldensis, Cod. prob. 151; Dronke, Cod. dipl. Fuldensis 339; Migne, PL. 137, 849; Harttung, Dipl. hist. Forschungen 419; Zimmermann, PUU. 626 n. 321; Meyer zu Ermgassen, Codex Eberhardi I 27. Reg.: J. 2950; JL. 3853; Santifaller, LD. 320; Santifaller, Elenco 313; Böhmer-Uhlirz n. 1121 a; GP. IV/4, 373 n. 54. Lit.: Harttung, Dipl. hist. Forschungen 412; Albers, L'abbé de Fulde 152; Lerche, Privilegierung 149; Goetting, Exemtion 147; Lübeck, Kardinalsornat 33 ff.; Jörg, Würzburg und Fulda 44; Wehlt, Reichsabtei u. König 281; Rathsack, Fälschungen 518 f.; Hussong, Reichsabtei Fulda I 193 ff. u. 224.

Kommentar

Vgl. auch die verfälschte Fassung der Urkunde (n. 709). Zu Kop. 1 vgl. Hoffmann, Buchkunst 161. Der Schreibername Georg ist wohl in Gregor zu verbessern, da ein Georg damals nicht bezeugt ist. Harttung 414 nahm Entlehnung aus einer späteren Urkunde Gregors V. (n. 787) an. In der Skriptumzeile von Kop. 1 ist die Tagesangabe (VIII. id.) wohl als Verlesung von ind. VIII. aufzufassen. Das Vorrecht der Pontifikalien war nur für Hatto persönlich bestimmt. Den Primatspassus hat Rathsack 366 als Verfälschung unter Abt Richard aus der Zeit um 1020 bezeichnet. Vgl. dagegen Hussong 194 f. Vgl. über die Erwerbung des Privilegs auch n. 722.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. 723, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0994-10-31_1_0_2_5_0_761_723
(Abgerufen am 28.05.2017).