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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Papst Johannes XV. bestätigt dem Abt 〈Johannes〉 von Montecassino (Johanni religioso abbati venerabilis monasterii beati Benedicti confessoris Christi siti in Casino) wunschgemäß (mit wörtlicher Benützung von n. 558) die Rechte seines Klosters 〈und den Besitz der vier Nonnenklöster in Cosenza, Benevent, Piumarola und Cingla (in civitate Cosentia, alium in civitate Beneuentana in honore sanctę Sophię et alium quę Plombarola et alium quę Cingla)〉. ‒ Quoniam semper sunt concedenda ... Scr. pm. Stephani not. et reg. et scrin. s. palatii in men. Dec., ind. VII. ‒ Dat. XIIII. kal. Feb. pm. Johannis ęp. s. Nepesinę ęccl. et bibl. SSA. a. Deo propitio pont. dom. nostri Johannis ss. XV. pp. VII., in men. Feb., ind. suprascr.

Überlieferung/Literatur

Org.: Kop.: 12. Jh., Montecassino Arch. abb.: Registrum Petri diac. fol. 10v. Drucke: Kehr, Le bolle pontificie 39 (= PUU. in Italien II 165); Zimmermann, PUU. 601 n. 310. Reg.: IP. VIII 131 n. 54; Santifaller, LD. 320; Santifaller, Elenco 312.

Kommentar

Zur weiteren Überlieferung vgl. IP. VIII 131 n. 54. Die späteren Kopien sind alle nicht vollständig und beruhen auf dem Text des Petrus diac. Auch dessen Kopie entspricht kaum dem heute verlorenen Original. Von der Vorlage n. 558 wurden die Montecassino unterstellten Klöster nicht übernommen bzw. von ihnen nur die vier genannten Nonnenklöster an einer unmöglichen Stelle am Ende des Kontextes eingefügt. In der Datierung fällt die uneinheitliche Monatsangabe auf, und die Jahresmerkmale lassen nur eine ungefähre zeitliche Ansetzung in die Jahre 992‒994 zu. In diesen Jahren regierte aber nicht Abt Johannes, sondern der 996 geblendete und resignierende Abt Manso Montecassino. Vgl. Hoffmann in QuF. 47/1967, 297. Wie in n. 558 läßt die Kopie im Register des Petrus diac. eine Bestimmung über die Zinspflicht des Klosters Montecassino an die römische Kirche aus. Trotz aller dieser Merkwürdigkeiten ist laut Kehr an der Echtheit der Urkunde nicht zu zweifeln, sondern höchstens Kopistenfehler sind anzunehmen.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. 700, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0992-01-19_1_0_2_5_0_736_700
(Abgerufen am 27.03.2017).