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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Papst (Johannes XV.) übersendet das Pallium an Erzbischof Arnulf von Reims.

Überlieferung/Literatur

Erw.: Richer v. Reims, Hist. IV 32 (Latouche II 192). Reg.: J. *2932; JL. *3830. Lit.: Lot, Hugues Capet 254 f.; Lowis, Church of France 75; Uhlirz, Jahrbücher Otto III. 120; Zimmermann, Studien 142; Martí Bonet, Concesión del palio 145.

Kommentar

Richer schreibt über den Palliumempfang: Nec multo post a papa Romano missum apostolicae auctoritatis pallium sumpsit. Wie aus einem Brief Gerberts v. Aurillac (Epist. 160, Weigle, MG. Briefe II 188) (Riché II 398) hervorgeht, wollte der im Frühjahr 989 (vgl. Böhmer-Uhlirz n. 1013 b) zum Erzbischof ernannte Arnulf das Pallium persönlich in Rom abholen, doch wurde ihm die Reise durch König Hugo von Frankreich untersagt. Gerbert ersuchte daher im Herbst 989 im Namen Arnulfs den Empfänger des zitierten Briefes, den damals im Gefolge der Kaiserin Theophanu nach Rom reisenden Bischof Notger von Lüttich, das Pallium zu erbitten und mitzubringen; vgl. Böhmer-Uhlirz 1017 b; Kurth, Notger de Liège I 87 f. und Uhlirz, Untersuchungen 135 ff. Für Arnulf verwendete sich auch die Kaiserin beim Papste während ihres von Dez. 989 bis März 990 dauernden Romaufenthaltes; vgl. Böhmer-Uhlirz n. 1017 n. Zur Datierung vgl. Lot 255 Anm. 3 und Uhlirz, Jahrbücher 458 ff. Notger ist in Rom durch die auf seine Veranlassung ausgestellte Papsturkunde n. 683 für Laubach bezeugt. Im März oder Apr. 990 dürfte Arnulf das ihm von Notger überbrachte Pallium erhalten haben.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. 684, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0990-02-00_1_0_2_5_0_720_684
(Abgerufen am 25.03.2017).