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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Bischof Adalbert von Prag, der sein Bistum verlassen hat und nach Jerusalem pilgern will, berichtet dem Papst Johannes XV. über die Vergeblichkeit seines bischöflichen Wirkens in Böhmen und erhält den Rat, sich in ein Kloster zurückzuziehen.

Überlieferung/Literatur

Erw.: (Johannes Canaparius), Vita Adalberti 13 (MPH. N. S. IV/1, 19); Versus de passione Adalberti 426 f. (Uhlirz, Lebensbeschreibung 24 f.); Passio Adalberti 1 (MGSS. XV 706); Pulkawa Chr. (FRB. V 30). Reg.:Lit.: Voigt, Adalbert 62; Dvornik, Making 102; Dvornik, Vojtech 25; Uhlirz, Jahrbücher Otto III. 212 ff.; Uhlirz, Lebensbeschreibung 24 f.; Tüchle, Romfahnen 101 f.

Kommentar

Zur Datierung vgl. Voigt 338. Den Ratschlag des Papstes kleidet Canaparius in folgende Worte: Fili, quia te sequi nolunt, fuge quod nocet. Opere precium est enim, si cum aliis fructum agere non potes, vel te ipsum non perdas. Quare meo consilio arripe tibi ocia contemplacionis et sede inter eos, qui vitam quiętam in studiis dulcibus et salubribus agunt. Vgl. dazu auch Naegle in Deutsche Arbeit 9/1910, 733. Adalbert wandte sich zunächst nach Süditalien, war eine Zeitlang in Montecassino und dann in der Einsiedelei des Nilus, kehrte auf dessen Rat nach Rom zurück und trat ins Bonifatiuskloster am Aventin ein; vgl. n. 688 und Voigt 66 ff.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. 668, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0988-00-00_4_0_2_5_0_704_668
(Abgerufen am 20.01.2017).