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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Papst (Johannes XV.) trennt die Diözese Piacenza von der Metropole Ravenna und erhebt sie zum Erzbistum.

Überlieferung/Literatur

Erw.: n. 802. Reg.: IP. V 446 n. *19; Böhmer-Uhlirz n. 1008 a. Lit.: Schwartz, Besetzung 189; Schramm, Basileus 446; Vehse, Bistumsexemtionen 142; Uhlirz, Jahrbücher Otto III. 104 f.

Kommentar

In n. 802 nimmt Papst Gregor V. die a meo antecessore getroffene Maßnahme zurück und bezeichnet die Trennung Piacenzas von Ravenna als iniuste und contra canones. Sie erfolgte wohl auf Intervention der Kaiserin Theophanu zugunsten des späteren Papstes Johannes XVI., der damals mit der Leitung der neuen Erzdiözese betraut wurde. Gregor V. verschweigt aber diese näheren Umstände. Die Erhebung des Johannes Philagathos zum Erzbischof von Piacenza läßt sich auf die zweite Hälfte des Jahres 988 datieren, da sein Vorgänger. Bischof Sigulf von Piacenza, am 8. Juli 988 starb und Erzbischof Johannes erstmals am 3. Jan. 989 urkundlich bezeugt ist. Uhlirz möchte auf spätestens Nov. 988 datieren.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. 666, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0988-00-00_2_0_2_5_0_702_666
(Abgerufen am 22.05.2017).