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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Papst Johannes (XV.) gewährt dem Kloster San Pietro di Calvario bei Perugia auf schriftliche Bitte des Bischofs (Honest) von Perugia ein Schutzprivileg für alle seine Besitzungen.

Überlieferung/Literatur

Erw.: n. 970 u. MG. DK. II n. 85 u. MG. DF. I n. 413. Reg.: IP. IV 67 n. *1.

Kommentar

Das heute verlorene Privileg wurde im Dez. 1002 einer unter dem Vorsitz des Papstes Silvester II. tagenden Synode (n. 970) vorgelegt und wird außer in der zitierten Urkunde Konrads II. von 1027 (vgl. Böhmer-Appelt n. 88 und Leccisotti-Tabarelli, Carte I 10) noch in den Diplomen Heinrichs III. und Friedrichs I. aus den Jahren 1047 und 1163 (Leccisotti-Tabarelli I 25 u. 94) als Vorurkunde erwähnt. Eine wohl gleichlautende Bestätigung hat Papst Gregor V. erteilt (n. 848). Über den Inhalt der beiden Privilegien erfährt man vor allem aus dem Synodalprotokoll von 1002, laut welchem Silvester II. mit dem Hinweis auf die Urkunden seiner beiden Vorgänger behauptete, daß das Kloster sub iure et dommio aecclesię nostrę stehe und Bischof Cono von Perugia auf das Kloster cum omnibus ad idem monasterium pertinentibus et in prephatis privilegii titulatis verzichtete. Bischof Cono behauptete, daß die Privilegierung des Klosters durch Papst Johannes sine consensu antecessoris mei erfolgt sei, wurde aber durch das Zeugnis der Synodalen vom Gegenteil überzeugt: Vidimus omnes aepistolam antecessoris tui, in qua et consensus erat et precibus, ut hoc fieret, episcopus obnixe postulabat. Während Kehr in IP., älterer Meinung folgend, den Aussteller mit Johannes XIII. identifiziert, denken Leccisotti-Tabarelli an Papst Johannes XV., dessen Maßnahmen zugunsten des Klosters den Synodalen des Jahres 1002 noch eher in Erinnerung sein konnte, als Ereignisse während des Pontifikates Johannes' XIII. Vgl. ebenso Cencetti, San Pietro di Perugia 47 f.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. 644, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0985-00-00_3_0_2_5_0_678_644
(Abgerufen am 28.07.2017).