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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Papst Bonifaz VII. verpachtet die Burg Pietrapertusa bei Silva Candida (castellum Petra Pertusa ... in territorio Siluę Candidę) samt allen Pertinenzen, den Gerichtsbefugnissen und Weiderechten um einen Jahreszins von zehn Goldsolidi.

Überlieferung/Literatur

Erw.: Deusdedit, Coll. canonum III 194 (Wolf v. Glanvell 357); Cencius, Liber censuum 71/12 (Fabre-Duchesne I 348). Reg.: J. *2926; JL. *3825; IP. II 29 n. *1. Lit.: Jordan, Lehnswesen 23.

Kommentar

Die Verpachtung wird auch in den Digesten des Albinus erwähnt (X 30). Deusdedit wußte von der Verpachtung aus einem heute verlorenen Tomus in cartulario iuxta Palladium. Von ihm sind Albinus und Cencius abhängig. Über die handschriftliche Überlieferung vgl. die zitierten Editionen. Eine Pachturkunde existiert nicht mehr, der Pächter ist daher unbekannt. Der Zeitpunkt der Verpachtung läßt sich nur durch den Pontifikat Bonifaz' VII. fixieren und ist wohl eher in dessen länger dauernde zweite Regierungszeit zu setzen als in den wirrenreichen Sommer 974 (n. 524 ff.). Möglicherweise diente die Verpachtung der Begünstigung eines Anhängers des Papstes. Über die Lage der Burg vgl. Tomassetti, La Campagna III 339 f., Silvestrelli, Città, castelli e terre II 536 und Toubert, Latium 436.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. 636, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0984-00-00_2_0_2_5_0_670_636
(Abgerufen am 27.03.2017).