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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Abt Gerbert von Bobbio berichtet dem Papst Johannes (XIV.) (Beatissimo papae Johanni G. solo nomine officii Ebobiensis caenobii abbas) über seine verzweifelte Lage, die dem rings von Feinden Umgebenen und sowohl inner- als auch außerhalb seines Klosters Machtlosen zwar ein weiteres Verbleiben als gefährlich, aber auch eine Reise zum Papst oder überhaupt aus Italien als unmöglich erscheinen läßt, erbittet päpstliche Weisungen durch Frau Imiza, durch Boten oder Briefe und verspricht weitere Berichte über die politische Lage. ‒ Quo me vertam ...

Überlieferung/Literatur

Druck: Weigle, MG. Briefe II 36 (Epist. 14) (Riché I 28). Reg.: Lair, Études 121; IP. VI/2, 252 n. 18; Böhmer-Uhlirz n. 956 s. Lit.: Uhlirz, Studien zu Gerbert I 394 ff.; Pivec, Briefsammlung Gerberts 35 f.; Uhlirz, Untersuchungen 17; Tosi, Gerberto a Bobbio 150 ff.

Kommentar

Zur Datierung des Schreibens vgl. die zitierten Arbeiten von Uhlirz und Pivec, wo auch die ältere Literatur verzeichnet ist. Zu Imiza vgl. Uhlirz in AUF. 13/1935, 450 Anm. 6 und Uhlirz, Jahrbücher Otto III. 23 und zuletzt Görích in QuF. 74/1994, 16 ff. Zur geplanten Reise Gerberts nach Rom und zu dessen damaliger Lage in Bobbio vgl. n. 629 und Uhlirz in AUF. 13/1935, 448 ff. Daß das Schreiben von Gerbert bereits nach seiner Flucht aus Bobbio in Pavia abgefaßt wurde, wie allgemein angenommen wird, erscheint fraglich, da doch deutlich die ungünstige Lage des Abtes in seinem Kloster erwähnt wird. An Imiza richtet Gerbert das Schreiben 22 seiner Briefsammlung (Weigle, MG. Briefe II 44).

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. 628, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0983-12-00_1_0_2_5_0_662_628
(Abgerufen am 19.10.2017).