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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Papst Benedikt (VII.) verleiht dem (Bischof) Hugo von Würzburg ein Privileg, womit diesem gestattet wird, das heruntergekommene Andreaskloster in Würzburg unter der Dedikation an seinen Gründer, den Bischof Burchard (I.) von Würzburg, zu erneuern.

Überlieferung/Literatur

Erw.: Vita Burkhardi III 3 (Bendel 47). Reg.: GP. III/3, 178 n. *7. Lit.: Beissel, Verehrung der Heiligen 109; Beck. Studien und Vorarbeiten III 149 f.; Brackmann, Aufsätze 199; Kemp, Canonization 57; Wendehorst, Bistum Würzburg I 69.

Kommentar

Die päpstliche Genehmigung wird in der zitierten, aus dem 12. Jh. stammenden Vita im Zusammenhang mit der 986 erfolgten Translation der Reliquien Burchards erwähnt. Bischof Hugo soll gleich nach seiner Einsetzung in Würzburg seine Pläne bezüglich des Andreasklosters eröffnet und dabei bemerkt haben, daß er dafür die päpstliche Zustimmung besitze (per summum sedis apostolice pontificem, qui tunc temporibus Benedictus vocabatur, sibi concessum). Ebenso erwähnt eine noch im 16. Jh. vorhandene Inschrift im Andreaskloster, daß die Erneuerung des Klostes sub districtu banni apostolicae sedis durch Hugo erfolgt sei; vgl. L. Fries. Würzburger Chronik, I (1848) 113. Da Hugo der Nachfolger des erst am 22. Juli 983 verstorbenen Bischofs Poppo II. von Würzburg war, muß er (vielleicht im Auftrag Poppos) den päpstlichen Konsens noch vor Antritt des Bischofsamtes erworben haben, als er als kaiserlicher Kaplan (vgl. Fleckenstein, Hofkapelle 73) schon für Würzburg designiert war. Andernfalls müßte ein Irrtum der Vita bezüglich der handelnden Persönlichkeiten angenommen werden.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. 617, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0983-07-00_1_0_2_5_0_651_617
(Abgerufen am 17.01.2017).